Anhebung der Lebensaltersgrenze bei der Bundespolizei ist hilflos und zynisch!

24. Januar 2014 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

„Mit der Ankündigung, Kollegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zu ermöglichen, leistet das Bundespolizeipräsidium einen personalwirtschaftlichen Offenbarungseid“ so Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der GdP-Bezirk Bundespolizei. Die Ruhestandsdaten und das Personalfehl in der Bundespolizei seien schon lange bekannt gewesen und von der GdP immer wieder thematisiert worden. Dennoch habe es die Bundespolizeiführung abgelehnt, entsprechend des zu erwartenden Bedarfs, rechtzeitig polizeilichen Nachwuchs auszubilden, so Radek weiter.

Aus Sicht der GdP ist die Entscheidung, eine Lebensarbeitszeitverlängerung anzubieten, zynisch, da sie wissenschaftlich nachgewiesenen Überlastungen für Menschen, die zu lange im Schichtdienst arbeiten, ausblendet. Mit diesem Weg befinde sich die Bundespolizei auf dem weg zur „Opa-Polizei“ und das Prinzip Hoffnung, dass sich schon genug lebensältere Kollegen finden, die noch ein oder zwei Jahre länger Dienst tun, werde zur Grundlage der Personalentwicklung. Niemand könne aber ernsthaft bezweifeln, dass in der Bundespolizei ein Personalbedarf an jungen Menschen besteht um die Altersstruktur für die Bundespolizei zu verbessern und eine leistungsfähige Bundespolizei zu erhalten. Daher fordert die GdP eine Einstellungsoffensive im notwendigen Umfang, um schnellstmöglich die bestehenden und zu erwartenden Personaldefizite auszugleichen.

 

 

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