Neuer Tarifabschluss für fast 19.000 Sicherheitskräfte in Baden-Württemberg

21. Januar 2014 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Security | Drucken

Nach drei Verhandlungsrunden einigten sich am vergangenen Freitag die Vertreter vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft und der Gewerkschaft ver.di auf die Konditionen eines neuen Lohn- sowie Gehaltstarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Baden-Württemberg. „Wir sind froh, dass es uns ohne Streiks gelungen ist, für fast 19.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg einen neuen Abschluss zu erzielen“, so RAin Andrea Faulstich-Goebel, für die Landesgruppe Baden-Württemberg zuständige Geschäftsführerin des BDSW im Anschluss an die Verhandlungen. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten erhalte Lohnerhöhungen von 3,37 Prozent.

Die Laufzeit des Lohn- und Gehaltstarifvertrages beträgt 12 Monate, beginnend ab dem 1.1.2014. Die lohnwirksamen Erhöhungen erfolgen jedoch erst zum 1.2.2014. Zu diesem Zeitpunkt erhöhen sich die Löhne und Gehälter linear um 3,37 %. Ausgenommen von dieser Erhöhung sind die Beschäftigten in den Kernkraftwerken, deren Löhne ab 1.2.2014 um 3,8% steigen.

Für die Beschäftigten auf den baden-württembergischen Flughäfen kommt es zu deutlich höheren Lohnsteigerungen. Für die Sicherheitsaufgaben nach den §§ 5,8 und 9 Luftsicherheitsgesetz hat man sich auf Lohnerhöhungen in zwei Schritten, zunächst ab 1.2.2014 zwischen 9,35 % und 10,69 % sowie ab 1.8.2014 zwischen 1,01 % und 3,45 % verständigt. Gleichzeitig wurde eine neue Struktur der Lohngruppen vereinbart. Auch die Ausbildungsvergütung wird ab 1.2.2014 pro Ausbildungsjahr um € 30,00 erhöht.

„Uns wäre ein zweijähriger Tarifvertrag wesentlich lieber gewesen, weil damit für unsere Mitgliedsunternehmen und deren Kunden eine längere Planungssicherheit verbunden gewesen wäre. So werden wir wahrscheinlich schon in neun Monaten wieder in die nächsten Verhandlungen einsteigen müssen, “ so RAin Andrea Faulstich-Goebel abschließend.