Polizei geht hart gegen gewaltbereite Fußballfans vor

15. Januar 2014 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Roger Lewentz hat weiter ein konsequentes Vorgehen der Polizei gegen gewaltbereite Fußballfans angekündigt. „Die Sicherheitsbehörden gehen hart und entschlossen gegen Gewalttäter vor. Fußball ist ein friedlicher Sport und soll es auch bleiben“, sagte Lewentz am Mittwoch in Mainz. Hintergrund ist die Statistik der Polizei zur Hinrunde der aktuellen Spielzeit. „Wir müssen leider feststellen, dass die Zahl der Verletzten rund um einige Fußballspiele zugenommen hat. Gewalt richtet sich auch immer wieder gegen unsere Polizistinnen und Polizisten, die für ein störungsfreies Sporterlebnis sorgen. Das können wir so nicht akzeptieren“, betonte Lewentz.

In der Hinrunde wurden in der ersten und zweiten Liga, dem DFB-Pokal und der Regionalliga Südwest insgesamt 78 Spiele absolviert. Von diesen verliefen 40 ohne jegliche Störung. „Die Mehrheit der Fans in Rheinland-Pfalz ist friedlich, trotzdem wird die Zahl der sogenannten Problemfans auf mehr als 650 geschätzt“, sagte Lewentz. In der aktuellen Hinrunde seien 44 Personen verletzt worden, davon 10 Polizisten (Hinrunde 2012/2013: 29, davon 1 Polizist). „Das sind keine schönen Zahlen. Unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten machen einen guten Job. Es ist ein Skandal, dass sogenannte Fußballfans die Polizei als Feindbild sehen“, fügte der Minister hinzu. In der aktuellen Hinrunde waren 7.082 Polizisten rund um Fußballspiele im Einsatz (2012/2013: 5.171). Sie leisteten insgesamt 50.994 Einsatzstunden (2012/2013: 32.290). Es wurden 174 Strafanzeigen (2012/2013: 93) erstatten und 273 (2012/2013: 171) freiheitsentziehende Maßnahmen umgesetzt. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die meisten Risikospiele in dieser Spielzeit bereits in der Hinrunde absolviert wurden.