Gordischen Knoten bei der Polizei durchschlagen, Personalabbau stoppen und Verbrechensbekämpfung stärken!

15. Januar 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Durch Innminister Ralf Holzschuher und Polizeipräsident Arne Feuring wurde heute angekündigt, die personellen Engpässe beim Wach- und Wechseldienst insbesondere durch Absolventen der Fachhochschule abfedern zu wollen. Kriminalisten wolle man ausdrücklich nicht in den Streifendienst schicken. Durch pnn-Recherchen bekanntgewordene offenbar interne Überlegungen hatten zu einem Aufschrei bei Opposition, Staatsanwaltschaften und der Kripo-Gewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) geführt.

Doch was heißt das jetzt für die märkische Kripo? „Auch wenn die Auswirkungen nicht mehr so dramatisch erscheinen mögen, wie von uns bisher befürchtet, so wirken sie sich dennoch spürbar auf die Kripo aus!“ – so Landeschef Riccardo Nemitz (40) vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).

So sollen nach den heutigen Verlautbarungen vor allem die Absolventen der Fachhochschule den Wach- und Wechseldienst stärken. Der Nachwuchs für die Kripo bleibt indessen aus. Damit wird die märkische Kripo der Bereich der Polizei bleiben, welcher nicht nur weiterhin, sondern mit steigender Tendenz den höchsten Altersdurchschnitt hat. Unterm Strich heißt das, dass die Personaldecke mit den derzeit angestrebten ca. 7.800 Beamten bei der Brandenburgischen Polizei im Jahr 2020 deutlich zu kurz ist. Denn gerade heute, bei gegenwärtig ca. 8.300 Beamten ist die Decke zu kurz und führt wegen Defiziten bei der Aufgabenerfüllung immer wieder dazu, dass Löcher gestopft werden, indem man andere aufreißt.

Nemitz forderte die Landesregierung auf, den gordischen Knoten zu durchschlagen, den Personalabbau bei der Polizei endlich zu stoppen und sich auf den Stellenwert der Verbrechensbekämpfung zu besinnen.

Neben einem starken Streifendienst benötige die innere Sicherheit als zweites Standbein gut ausgebildete Kriminalpolizisten, die direkt nach den Fachhochschule zur Kripo kommen müssen! Alles andere sei nicht mehr zeitgemäß, unwirtschaftlich und führt zu weiteren Defiziten bei der Verbrechensbekämpfung. In diesem Zusammenhang forderte Nemitz erneut die Einführung einer spezialisierten Ausbildung für Schutz- und Kriminalpolizei.

 

 

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