Polizei-Bodycams nicht als „Stummfilm“!

8. Januar 2014 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) steht dem Einsatz von Bodycams bei der Bayerischen Polizei aufgeschlossen gegenüber. Landesvorsitzender Hermann Benker sieht in diesen Mini-Kameras ein geeignetes Mittel zur Verhinderung von Gewalt gegen die Polizei und zugleich zur Dokumentation des Geschehens. Nach seiner Ansicht können durch entsprechende Aufnahmen die Polizeibeamtinnen und –beamte bei unberechtigten Vorwürfen entlastet werden. Die Videoaufzeichnungen müssen allerdings auch mit Ton erfolgen.

Ihre Forderung nach einer Tonaufzeichnung begründet die DPolG damit, dass körperlichen Angriffen gegen die Polizei zumeist verbale Attacken vorausgehen. „Ohne den Ton wird die gesamte Einsatzsituation nur unvollständig dokumentiert“, befürchtet Benker. „Ein solcher Stummfilm ist nicht aussagekräftig!“

Die DPolG erwartet, dass die Pläne für den Probebetrieb in München schnell auf den Tisch gelegt und die dafür notwendigen Rechtsgrundlagen geschaffen werden.