„Kein Bahntransport von Gewalttätern!“

30. Dezember 2013 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, fordert, auf die eskalierende Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen weiter mit Stringenz und polizeilicher Härte zu reagieren. „Wer randaliert, bekommt von der Bundespolizei einen Garantieschein, das Stadion gar nicht erst zu erreichen“, kommentiert Jörg Radek, Stellvertretender Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei, einen Vorabbericht des Magazins SPIEGEL zur Zunahme von Straftaten und Gewaltdelikten bei der Fußballfanbegleitung.

„Wir müssen mit konsequenten Beförderungsausschlüssen die friedlichen Fans vor den insgesamt wenigen, aber zunehmend unberechenbaren Gewalttätern schützen. Wer andere durch Flaschenwürfe oder Sprengmittel in Gefahr für Leben und Gesundheit bringt und nur Pöbelei und Schlägerei sucht, wird aus dem Bahnverkehr gezogen und sieht das Spiel nicht.“

Das Nachrichtenmagazin hatte vorab berichtet, dass die Bundespolizei einen weiter gewachsenen personellen und auf 38 Millionen Euro gestiegenen finanziellen Aufwand betreiben muss, um die Sicherheit im Bahnverkehr bei der Fanbegleitung zu gewährleisten. Millionen weitgehend friedlichen Fans steht dabei ein harter Kern von ca. 1.700 extrem gewaltbereiten und regelmäßig Gewalt gegen Menschen und Sachen suchenden und ausübenden Personen gegenüber, welche die Polizei auf Trapp halten.

„Es muss ganz klares Credo sein: Keine freie Fahrt für jene, die bereits als Gewalttäter ermittelt und verurteilt sind“, so Radek. „Im Zusammenwirken von Aufenthaltsverboten auf Bahnhöfen und Meldeauflagen für bekannte Gewalttäter kann die Bewegung der Dauerrandalierer und Schläger wirksam unterbunden werden. Es ist unsere Aufgabe als Polizei, dass die 18 Millionen friedlichen Zuschauer – und auch die eingesetzten Bahnmitarbeiter und Polizisten – besser vor Gefahren für ihre Gesundheit geschützt werden. Rigoroser

Beförderungsausschluss und Bahnhofsverbot sind Maßnahmen, um von bekannten Schlägern und Randalierern ausgehende Gefahren zügig abzuwehren“, so der stellvertretende GdP-Vorsitzende in der Bundespolizei. „Hier ist auch zu überlegen, ob die neue Regierungskoalition die längst überfällige Novellierung des Bundespolizeigesetztes auch an diesem Punkt aufgreift.“

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.