3,6 Millionen Euro für Ausbau Bergwacht-Zentrum Bad Tölz

23. Dezember 2013 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat jetzt der Stiftung Bergwacht 3,6 Millionen Euro für den Ausbau des Bergwacht-Zentrums in Bad Tölz genehmigt. Mit dem Beitrag des Freistaats werden drei Teilprojekte in Höhe von insgesamt rund vier Millionen Euro finanziert, um das Bergwacht-Zentrum zu einem organisationsübergreifenden Ausbildungszentrum für die Berg-, Luft- und Höhenrettung in Bayern zu erweitern. Herrmann: „Das bisher schon weltweit einmalig Trainingszentrum wird ein Übungsmekka für alle unsere Spezialkräfte, von der Bergwacht und der Wasserrettung über die beruflichen wie die freiwilligen Feuerwehren bis hin zu den Spezialeinsatzkommandos der Polizei. Unsere Rettungskräfte können hier unabhängig von der Witterung und zu jeder Tages- und Nachtzeit realitätsnahe Rettungseinsätze üben.“

So soll ein weiterer Flugsimulator entstehen, mit der die Spezialeinheiten zum Beispiel das komplette Szenario einer Hubschrauberrettung bei Hochwassereinsätzen oder Waldbränden üben können. Rettungseinsätze auf dem Wasser, im Gebirge oder bei extremen Wetterbedingungen sollen mit speziellen Vorrichtungen wie etwa einem Wasserbecken oder verschiedenen teils anspruchsvollen Geländeformationen möglichst realistisch nachgestellt werden können. Eigens installierte Dach- und Wandkonstruktionen sollen eine besondere Herausforderung für Einsätze des Sonderkommandos der Polizei darstellen. In einem Funktionsanbau werden unter anderem Trockenräume und Umkleidekabinen, aber auch eine Kältekammer für die Simulation schwieriger Gebirgseinsätze untergebracht.

Herrmann: „Hier entsteht ein multifunktionelles Ausbildungszentrum, das unsere Rettungskräfte auf ihre komplexen und gefährlichen Aufgaben noch besser vorbereitet. Schon in den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 12.000 Teilnehmer der genannten Einheiten aber auch der in Bayern tätigen Hubschrauberbetreiber am Hubschraubersimulator trainiert, der dafür rund 10.000 Flugstunden in Betrieb war.“ Die Bergwacht rechnet nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen mit einer gemeinsamen Auslastung des Zentrums an bis zu 300 Tagen im Jahr.

Der Innenminister geht davon aus, das Bergwacht-Zentrum mit seinen verbesserten Trainingsmöglichkeiten im Jahr 2015 einweihen zu können. Nach den Angaben der Bergwacht sollen die Bauarbeiten je nach Witterungsbedingungen im April zügig in Angriff genommen werden.

 

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