Über Brandenburgs Kripo ziehen noch düstere Wolken auf!

20. Dezember 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) – Landesverband Brandenburg – prognostiziert wegen der bekannt gewordenen Planungen des Innenministeriums zum weiteren personellen Aderlass bei der märkischen Kriminalpolizei einen endgültigen Dammbruch für die Verbrechensbekämpfung im Land Brandenburg. Demnach sollen 200 Kriminalisten abgezogen werden und Streifendienst versehen.

„Nicht nur der Streifendienst, auch die Kriminalpolizei steht kurz vor dem Abgrund. Innenminister Holzschuher muss umgehend klarstellen, dass er die Strafverfolgung nicht weiter durch Personalabbau demontieren will!“, sagte der BDK-Landesvorsitzende Riccardo Nemitz (40). Man könne nicht Löcher stopfen, indem man neue aufreißt. Die Personaldecke sei schon jetzt insgesamt zu dünn. Brandenburg laufe Gefahr, „unter einer rot-roten Landesregierung zum Eldorado für Verbrecher zu werden“.

Die fatalen Pläne müssten umgehend gestoppt werden. Offensichtlich könne es sich Brandenburg leisten, Ermittler, Kriminaltechniker und Fahnder zweckentfremdet einzusetzen. Nemitz sieht auch die Gefahr, dass es dann gerade die jüngeren Kollegen betreffen würde. Die Kripo habe schon jetzt einen höheren Altersdurchschnitt als andere Bereiche der Polizei.

Innovative Ideen für die Verbesserung der Polizeiarbeit sähen anders aus. So müssten endlich Absolventen der Polizeifachhochschule nach der Ausbildung direkt bei der Kripo eingesetzt werden, so Nemitz abschließend.

 

 

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