Strafverfolgung stoppt nicht an der Landesgrenze II

20. Dezember 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

Überstellung der tschechischenTäter nach Deutschland und Überführung der Asservate ins Landeskriminalamt

Die Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden führt seit Februar 2013 ein Verfahren gegen eine tschechische Tätergruppierung wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls von Kfz gemäß § 244a StGB.

Vom 7. bis 10. Oktober 2013 fand dazu ein Einsatz der UOOZ Prag in Tschechien statt, bei dem sächsische Polizeibeamte vor Ort beteiligt waren. Bei diesem Einsatz wurden fünf Haftbefehle, acht Durchsuchungsbeschlüsse und fünf Arrestbeschlüsse im Rahmen der internationalen Rechtshilfe in der Tschechischen Republik vollstreckt. Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft erstellten dazu am 16.Oktober eine entsprechende Medieninformation.

Was ist seitdem geschehen?

Von Beginn an arbeiteten die tschechischen und sächsichen Beamten eng zusammen, sodass ein ständiger Informationsaustausch gewährleistet war. Aufgrund von Europäischen Haftbefehlen konnten am 6. Dezember 2013 die fünf Hauptbeschuldigten von der Tschechischen Republik an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert werden. Die Übergabe erfolgte gg. 10:00 Uhr am Gemeinsamen Zentrum in Petrovice. Anschließend wurden die tschechischen Beschuldigten von Kräften der PD Dresden zum Amtsgericht Dresden verbracht, wo sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden.

Die Beschuldigten befinden sich seither in unterschiedlichen sächsischen Justizvollzugsanstalten.

Im Fortgang des Verfahrens übernahm die neu gegründete Sonderkommission KfZ des LKA die weiteren Ermittlungen. Am Donnerstag, dem 19.12.2013, trafen die Asservate (fünf Fahrzeuge, drei Motoren und eine Vielzahl von bei den Durchsuchungen in Tschechien sichergestellten Fahrzeugteile) in Dresden ein. Nach der Übergabe an die sachbearbeitenden Beamten wurden die Asservate zunächst registriert und eingelagert, um im Anschluss kriminaltechnisch untersucht zu werden. Außerdem werden in diesem Zusammenhang alle anderen Beweismittel und umfangreiche Ermittlungsakten von der tschechischen an die sächsische Justiz übergeben.

 

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