„Kriminalisten auf Streife? Das ist die Schnapsidee des Jahres 2013!“

20. Dezember 2013 | Themenbereich: Brandenburg, CDU, Parteien | Drucken

Zu den Planungen des Brandenburger Innenministeriums, 200 Kriminalisten aus dem Kriminaldienst abzuziehen und im Streifendienst zu verwenden, sagt Björn Lakenmacher, innenpolitischer Sprecher der CDU Landtags- fraktion: „Außer großem Staunen und einem eher naiv anmutenden Überraschtsein ob der tatsächlichen Kriminalitäts- belastung und -entwicklung sowie in Anbetracht des dramatischen Personalfehls überall in der Polizei Brandenburg war von dem nunmehr dritten Innenminister der rot-roten Landesregierung bislang leider noch nichts zu vernehmen. Mit dem Vorschlag, die Kriminalpolizei in Brandenburg noch weiter auszudünnen und Kriminalisten im unterbesetzten Wach- und Wechseldienst einzusetzen, liefert Innenminister Holzschueher zum Jahresende nun die Schapsidee des Jahres 2013. Diese Planungen kann man nur als gezielten Schlag gegen die ohnehin geschröpfte Kriminalpolizei und damit gegen eine professionelle Strafverfolgung im Land Brandenburg werten. Schon heute schlägt die Justiz Alarm und mahnt an, dass die Umsetzung der Polizeireform zu einem Absinken der gerichtsverwertbaren Strafverfolgung geführt hat. Die Chance der Überführung und Verurteilung von Tätern ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Eine weitere personelle Schwächung der Kriminalpolizei bedeutet den endgültigen Enthauptungsschlag für die Strafver- folgung im Land Brandenburg. Anstelle kruder Idden und Vorschläge muss der Innenminister endlich den Mut haben, den eingeschlagenen Irrweg des Sicherheitsabbaus zu verlassen und Vorschläge für eine zukunftsfeste Sicherheits- architektur vorzulegen. Dazu gehört neben der Abkehr von den Plänen des weiteren Personalabbaus auf nur 7.350 Stellen auch die Einführung einer spezialisierten Ausbildung von Kriminalisten in Brandenburg, um den zukünftig weiter steigenden Bedarf an kriminalistischer Fachkompetenz abzudecken.“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.