GdP enttäuscht über Aus für Alkoholkonsumverbot

16. Dezember 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die GdP zeigt sich sehr enttäuscht über das Aus für das Alkoholkonsumverbot.

Der GdP-Landesvorsitzende Rüdiger Seidenspinner zeigte sich sichtlich verärgert über das Aus einer Möglichkeit, übermäßigen Alkoholkonsum örtlich und zeitlich befristet, sozusagen als letztes Mittel, zu verbieten.

Wieder einmal, so Seidenspinner, zeigt die Politik, wie ernst sie Anliegen der Polizei, aber auch von Bewohnern bestimmter Bereiche nimmt, nämlich überhaupt nicht. Hatten bisher CDU und FDP ein Alkoholkonsumverbot nicht umgesetzt, folgt nun auch Grün-Rot diesem Beispiel, obwohl zahlreiche Kommunalpolitiker sich eindeutig für eine solche Möglichkeit ausgesprochen haben.

Durch diese Entscheidung lässt man die Anwohner von Plätzen und Straßen alleine, die unter dem Alkoholkonsum und dessen Folgen zu leiden haben und man lädt ein gesellschaftliches Problem auf dem Rücken der Polizei ab.

Es ist bitter, so der GdP-Vorsitzende, das sich bestimmte, angeblich freiheitsliebende Kräfte durchsetzen, anstatt notwendige Grenzen aufzuzeigen.

„Was allerdings ebenso verwunderlich ist, wie wenig Zutrauen manche Landespolitiker in die Sach- und Fachkompetenz von Kommunalpolitikern haben. Die Möglichkeit einer Kommune beim Vorliegen bestimmter Tatsachen, ein zeitlich und örtlich begrenztes Alkoholverbot zu erlassen, hätte der Polizei schon gereicht“, so der GdP-Chef.

„Aber anstatt in diese Richtung zu arbeiten, haben bestimmte Kräfte getan als wolle man die Prohibition einführen“, ärgert sich Rüdiger Seidenspinner. Seidenspinner weiter: „Statt pragmatischen Lösungen verharrt man in Ideologischer Verblendung.“

 

 

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