100 Jahre Löwengrube

16. Dezember 2013 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Zum 100jährigen Jubiläum des Polizeipräsidiums München in der Ettstraße hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann das auch unter ‚Löwengrube‘ bekannte Gebäude als die Herzkammer für die aktuell rund 7.200 Polizeimitarbeiterinnen und -mitarbeiter bezeichnet. „Mit dem Führungsstab, der Einsatzzentrale und zahlreichen Dienststellen vom Kriminaldauerdienst bis hin zur Pressestelle werden von der Ettstraße heraus die Geschicke der Münchner Polizei bestimmt“, betonte Herrmann beim Festakt. „Dabei wird Großartiges geleistet: München zählt mit Abstand zu den sichersten Metropolen Europas.“

Der markante Gebäudekomplex in der Münchner Altstadt wurde 1913 nach dreijähriger Bauzeit auf dem Abrissgrund eines ehemaligen Augustinerklosters von den ersten Dienststellen der Königlichen Polizeidirektion bezogen. Die Bauausführung oblag dem Königlichen Professor der Technischen Hochschule Dr. Theodor Fischer. Der Bayerische Landtag hatte damals für das gesamte Bauvorhaben vier Millionen Mark genehmigt.

 

„Wenn die Gemäuer des Polizeipräsidiums zu uns sprechen könnten, würden wir zahlreiche interessante Geschichten erfahren“, so Herrmann. „Das reicht von der Epoche der bayerischen Monarchie über die Phase des Nationalsozialismus bis hin zur Neuzeit mit zahlreichen fordernden Einsätzen.“ Trotz zweier Weltkriege und aufwändiger Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen habe die ‚Löwengrube‘ aber bis heute ihren typischen Charakter erhalten. Die Adresse ‚Ettstraße‘ ist zum Synonym für die Münchner Polizei geworden.

 

Besonders hob Herrmann die hervorragende Arbeit der Münchner Polizei hervor. Dabei erinnerte der Innenminister unter anderem an den Papstbesuch und die Fußball-WM 2006, die alljährliche Sicherheitskonferenz und das Oktoberfest sowie die großen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2012. Dazu kommt laut Herrmann eine ausgezeichnete Sicherheitsbilanz in der Kriminalstatistik. So hat München seit vielen Jahren die bundesweit geringste Kriminalitätsbelastung aller Großstädte über 200.000 Einwohner. 2012 betrug sie beispielsweise nur 7.153 Straftaten pro 100.000 Einwohner. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Münchner Polizei voll und ganz verlassen“, zog Herrmann daher als Fazit.

Der Münchner Blaulicht e. V. (www.muenchnerblaulicht.de) hat zur 100jährigen Geschichte des Polizeipräsidiums München in der Ettstraße eine umfassende Chronik erstellt. Sie kann unter anderem auch über das Polizeipräsidium München gegen Entgelt bezogen werden (Telefon: 089/2910-2010).

 

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