„Die Arbeit der Polizeibeamten wird sicherer“

13. Dezember 2013 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

Die Landespolizei bekommt in den nächsten Jahren rund 485 neue blau-silberne Streifenwagen mit einer modernen Zusatzausrüstung. Im Gegensatz zu den bisherigen Einsatzfahrzeugen verfügen die neuen Wagen über eine Videoanlage zur Eigensicherung der Polizeibeamten, einem Stopp-Stick zum Anhalten von Fahrzeugen, einem neu konzipierten „Dachbalken“ mit verschiedenen Anzeige- und Hinweissignalen sowie ein im Kühlergrill eingebautes blaues Flashsignal.

Innenminister Andreas Breitner präsentierte am Donnerstag (12. Dezember) in Kiel die künftigen Fahrzeugmodelle. In einer ersten Tranche wurden 25 Mercedes Benz E 250 CDI T-Modell für die Bundesautobahnen sowie 31 VW Passat Kombi und 61 Mercedes Benz Vito für den allgemeinen Streifendienst für insgesamt 4,8 Millionen Euro gekauft. Bis Ende 2017 sollen insgesamt weitere 368 Streifenwagen beschafft werden.

„“Die technisch aufgerüsteten Streifenwagen sind ein wichtiger Beitrag, um die Arbeit der Polizeibeamten sicherer zu machen““, sagte Breitner. Wie real die Gefahr sei, darüber könne die Polizei nahezu täglich berichten. Die neue Technik wirke präventiv gegen Gewalt. Bundespolizei und die Landepolizeibehörden von Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg hätten bereits gute Erfahrungen mit den Videoaufzeichnungen gemacht.

Die Videoanlage zeichnet das Geschehen unmittelbar vor dem Streifenwagen auf, da Autofahrer aus Gründen der Eigensicherung für die Polizisten und zur allgemeinen Verkehrssicherheit das Signal zum Anhalten von hinten erhalten sollen. Bei Fahrzeugen, die auf der Autobahn eingesetzt werden (Mercedes Benz E 250 CDI T-Modell), ist eine Videoaufzeichnung nach vorne und hinten möglich. Die neuen Streifenwagen der Autobahnpolizei haben eine besondere gelbe Signalkennung, die zusätzliche Sicherheit bedeutet.

„“Die Haushaltslage des Landes lässt es leider nicht zu, dass bereits alle aktuell neu beschafften Streifenwagen mit einer Videoeigensicherungsanlage ausgerüstet werden konnten““, sagte Breitner. Es werde noch einige Zeit dauern, bis der gesamte Bestand an Streifenwagen Videoeigensicherung habe. „“Wir werden unser Ziel je nach verfügbaren Haushaltsmitteln schrittweise verwirklichen““, sagte Breitner. Der Anfang sei gemacht. Von den neuen 25 Mercedes Benz E 250 CDI T-Modell haben zehn Fahrzeuge und von den 31 Volkswagen Passat Kombi haben 20 Fahrzeuge eine Videoeigensicherung. In den Mercedes Benz Vito wurden bisher keine Anlagen eingebaut.

Alle Streifenwagen werden künftig einen so genannten Stopp-Stick zum Anhalten von Fahrzeugen an Bord haben. Anders als bei den bisherigen Nagelgurten, die aufwändig ausgelegt und befestigt werden mussten und aufgrund ihrer Struktur und Wirkungsweise ein hohes Gefahrenpotential darstellten, ist der neue Stopp-Stick sofort und nahezu risikofrei einsetzbar. Der Polizei steht damit ein sehr wirksames Einsatzmittel bei Kontrollen zur Verfügung. Gefährliche Überholmanöver und Verfolgungsfahrten, um Fahrzeuge anzuhalten, können damit zukünftig vermieden werden.

Die neuen digital gesteuerten „Dachbalken“ und Sondersignaleinrichtungen können knapp achtzig unterschiedliche Aufforderungen, Hinweise und Zeichen geben wie „Bitte Folgen“, „Stau“ oder „Nebel“. Soll ein Verkehrsteilnehmer angehalten werden, können die Polizeibeamten künftig ein zusätzliches Signal senden. Es erscheint zunächst der Text „Stopp Polizei“ beziehungsweise „Stop Police“ im Wechsel mit dem roten Flash. Reagiert der Fahrer nicht, kann der Anhalteton „Yelp“ (Heulton) zugeschaltet werden.

Zusätzlich haben alle Fahrzeuge so genannte blaue Frontblitzer, um die Erkennbarkeit bei Einsatzfahrten zu erhöhen. Ebenfalls neu sind in die Dachbalken integrierte Arbeitsscheinwerfer nach Vorn und zur Seite. Sie leuchten die Bereiche vor und neben den Streifenwagen aus. Außerdem ist ein Rückwärts-Warn-System mit nach hinten abstrahlenden gelben Leuchten zur Warnung herannahender Verkehrsteilnehmer integriert.

 

 

 

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