Eine Ära geht zu Ende: Rainer Griesbaum in den Ruhestand verabschiedet

10. Dezember 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der stellvertretende Generalbundesanwalt und Leiter der Terrorismusabteilung der Bundesanwaltschaft, Rainer Griesbaum, wurde heute in Karlsruhe offiziell in den Ruhestand verabschiedet. „Mit Rainer Griesbaum geht heute ein Urgestein in der Bekämpfung des politischen Extremismus und Terrorismus in Pension. Griesbaum, der uns Kriminalisten spätestens seit den Ermittlungen zum RAF-Sprengstoffanschlag im Jahre 1993 gegen die JVA Weiterstadt in bester Erinnerung ist, war stets ein sympathischer und höchst kollegialer Staatsanwalt, dem der enge Kontakt zur Sachbearbeitung eine Herzensangelegenheit war“, so der Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz.

Griesbaum war, zunächst als Oberstaatsanwalt, seit den 90er Jahren für eine ganze Reihe brisanter Ermittlungsverfahren des BKA verantwortlich. Hierunter fielen auch Ermittlungen gegen den Verfassungsschutz-V-Mann „Steinmetz“ oder die RAF-Nachfolgeorganisation „Neue Terroristische Vereinigung“ (NTV).

Ab 2007 war Rainer Griesbaum ständiger Vertreter des Generalbundesanwalts. „Als besonders positiv empfanden wir die Art und Weise, wie Griesbaum seine Sachleitungsbefugnis gestaltete: souverän, kompetent und hoch professionell, aber auch im ständigen Austausch und klaren Miteinander mit den Ermittlern, die sich dadurch als Teil der Entscheidungsfindung verstanden“, so Andy Neumann, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter im Bundeskriminalamt.

Griesbaum wirkte konsequent auch „vor Ort“ mit, insbesondere wenn schwierige Exekutivmaßnahmen anstanden. So stärkte er den Ermittlern stets den Rücken und sorgte zugleich dafür, dass man den insbesondere im Bereich Linksextremismus „mit allen Wassern gewaschenen“ Betroffenen und deren Verteidigern ebenbürtig aufgestellt war.

„Der BDK wünscht Rainer Griesbaum für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute und viele schöne Jahre im Ruhestand. Seinem Nachfolger im Amt wünschen wir stets ein glückliches Händchen und eine ebenso erfolgreiche und erfüllende Zeit, wie sie sein Vorgänger hatte“, so BDK-Chef Schulz abschließend.

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