BDK fordert unverstellten Blick auf Kriminalität

10. Dezember 2013 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Den aktuell in Teilen der Medien erhobenen Vorwurf gegen die Berliner Polizei, sie schüre mit der Veröffentlichung von Tatvideos zum Taschendiebstahl Rassismus, weist der Vorsitzende des BDK-Berlin, Michael Böhl, aufs Schärfste zurück: „Eine rassistische Intention in der Veröffentlichung der Videos ist nicht erkennbar. Kriminalisten haben die Aufgabe der Verhinderung, Aufklärung und Bekämpfung von Kriminalität! Rassismus hat da keinen Platz!“

„Jeder kann sich über kriminalstatistische Daten informieren, Polizei und Senatsinnenverwaltung haben die Daten der Vorjahre im Internet veröffentlicht.“, so Böhl weiter. Demnach hat die Berliner Polizei im Jahr 2012 13693 Fälle von Taschendiebstahl registriert. Hinter jedem Fall steht mindestens ein Opfer. Die Opfer sind Berlinerinnen und Berliner jedweder Herkunft, vor allem aber auch Touristen aus aller Welt.

Der Anteil der Nichtdeutschen unter den ermittelten Tatverdächtigen lag im Jahr 2012 bei 74%, im Vorjahr bei 77,5 %. „Wie man in Kenntnis dieser Zahlen und Zusammenhänge bezüglich der Auswahl der Videos den Vorwurf des Rassismus erheben kann, ist für einen neutralen Kriminalbeamten nicht nachvollziehbar!“ meint der Berliner BDK-Chef.

Die Polizei muss auch weiterhin vor Kriminalitätsphänomenen warnen. Das erwarten die Menschen in dieser Stadt von ihr. Pläne, entsprechende Szenen durch Polizisten nachspielen zu lassen, sieht Michael Böhl kritisch: „Polizisten sind keine Schauspieler! Dafür haben wir nicht das Personal und die Zeit!“

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