Bürgerkriegsähnliche Zustände beim Fußball

9. Dezember 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Erneut eskaliert die Gewalt durch Dresdner Fans beim Fußballspiel Bielefeld gegen Dresden. 17 zum Teil schwerletzte Polizisten sind zuviel!

Dazu der Landesvorsitzende Erich Rettinghaus:

„Diese Gewaltexzesse sind nicht mehr hinnehmbar. Wir erwarten nun von der Politik deutliche Zeichen, es ist an der Zeit zu handeln. Unsere Hundertschaften sind am Limit, sie verbringen fast die Hälfte ihrer Dienstzeit mit dem Schutz von Fußballspielen in den verschiedensten Ligen und die Gewaltspirale dreht sich weiter bis in die Kreisligen. 17 zum Teil schwer verletzte Polizeibeamte, Plünderungen und Sachbeschädigungen sind nicht hinnehmbar. Das sind keine Fans, sondern militante kriminelle Banden, die mit Sport nichts zu tun haben und so müssen wir sie auch behandeln.

Wir benötigen einen Straftatbestand, um auch Personen die aus einer Gruppe heraus handeln zu bestrafen. Dem Einzelnen hier bei derartigen brisanten Einsätzen beweissicher Straftaten nachzuweisen, ist kaum möglich und bedürfte einem erhöhten Kräfteansatz. Immer mehr Einsatzkräfte anzufordern und auch einzusetzen ist nicht das Heilmittel. Uns fehlt Personal überall und wen wir gegen kriminelle Chaoten beim Fußball einsetzen, der fehlt uns im täglichen Dienst oder bei der Bekämpfung der Tageswohnungseinbrüche.

„Fans“ die so bereits auf der Anreise oder im Bahnhof randalieren, gehören nicht mehr geleitet ins Stadion. Sie gehören festgesetzt, bei Straftaten und zur Verhinderung weiterer Straftaten festgenommen oder direkt wieder nach Hause geschickt. Die Polizei ist nicht der Spielball dieser Kriminellen! Wer die Polizei angreift und verletzt stellt sich gegen den Staat und seine Gesetze, das ist Anarchie.

Die Innenminister müssen handeln und Härte zeigen. DFB und DFL müssen sich an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen. Die Vereine müssen Kriminelle nachhaltig und dauerhaft aus ihren Stadien verbannen.“

 

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