Was auf Autofahrer im neuen Jahr alles zurollt

6. Dezember 2013 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Für Autofahrer bleibt im Jahr 2014 das meiste genauso, wie es zuvor schon immer war: Selber Gas geben, selber lenken, selber bremsen, selber Unfälle bauen; alles das bleibt – autonomes Fahren in Autos, die sich ganz von alleine steuern, das kommt erst später, aber es kommt, davon ist der ACE Auto Club Europa überzeugt. Der Club hat am Freitag in Stuttgart aufgelistet, womit Verkehrsteilnehmer im neuen Jahr absehbar zu rechnen haben. Der Katalog enthält neben diversen Rechtsänderungen rund um Auto und Verkehr unter anderem auch Hinweise auf neue Vorschriften für mehr Sicherheit in Kraftfahrzeugen.

Warnwestenpflicht und Reifenkontrolle

Um etwa das Platzen von Reifen zu vermeiden, müssen alle Neuwagen spätestens von November 2014 an mit einem automatischen Kontrollsystem für Luftdruck ausgestattet sein. Das Mitführen von Warnwesten auch im Pkw wird ab Juli nächsten Jahres Pflicht. Und das lange Zeit umstrittene sogenannte Fahreignungsregister samt neuem Flensburger Punktsystem wird im schönen Wonnemonat Mai in Kraft gesetzt. Für Verkehrssünder allerdings bieten diese Verkehrsrechtsänderungen vermutlich keinerlei Anlass zur Freude.

 Gute Laune beim Tanken

Vorerst noch in entspannter Stimmung können Verbraucher ihre Autos betanken. Nach Einschätzung des ACE spricht vieles dafür, dass die Niedrigpreisphase für Kraftstoffe bis weit ins neue Jahr hinein anhalten wird. Für das Super Benzin E10 dürfte sich demnach der Preis weiter um 1,50 Euro/l herum bewegen, der für Diesel um 1,40 Euro/l.

 Pkw-Maut könnte floppen

Ob der Bundestag per Gesetz nächstes Jahr die umstrittene Pkw-Maut tatsächlich einführen wird, ist aus Sicht des ACE gegenwärtig eher fraglich. Das Vorhaben stößt wegen der versprochenen exklusiven Ausgleichszahlung für die in Deutschland zugelassene Fahrzeuge aber nicht nur auf EU-rechtliche Bedenken. Zweifel gibt es auch, ob sich das Vorhaben überhaupt rechnet, denn kein Autofahrer in Deutschland soll durch die Gebühr mehr belastet werden, als dies heute der Fall ist, lautet das politische Versprechen. Die in Rede stehenden Pkw-Maut-Einnahmen in Höhe von rund 800 Millionen Euro werden von namhaften Experten angezweifelt.

Mehr Umweltzonen

Laut ACE werden im neuen Jahr weitere Umweltzonen ausgewiesen, für Fahrschüler wird die Fahrerlaubnisprüfung modifiziert – eine Reihe von Prüfungsfragen werden dann neuerdings per Videofilm eingespielt – und für automobile Touristen erhöhen sich mancherorts Straßennutzungsgebühren.

Halterhaftung in der Schweiz

Die Schweiz führt zum Jahreswechsel die sogenannte Halterhaftung ein. Das bedeutet, auch wenn der Kfz-Besitzer in seinem Auto nicht persönlich gegen eine Verkehrsvorschrift verstoßen hat, muss er dafür einstehen und die auferlegte Strafe zahlen. Außerdem gilt von 2014 an in der Alpenrepublik für Berufskraftfahrer, Fahranfänger sowie für Fahrschüler und deren Lehrer faktisch ein absolutes Alkoholkonsumverbot; der Grenzwert liegt dann bei 0,1 Promille. Ferner müssen Kraftfahrzeuge ab Baujahr 1970 mit Ausnahme von Mofas und E-Bikes künftig auch tagsüber die Scheinwerfer aktivieren, die Rede ist von einem Tagfahrlichtgebot.

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