Grünes Licht für länderübergreifendes Präventionsnetzwerk Salafismus

6. Dezember 2013 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Boris Rhein begrüßt den einstimmigen Beschluss der Innenministerkonferenz die Ansätze der Länder und des Bundes zu einem gemeinsamen Präventionsnetzwerk gegen Salafismus zusammenzuführen.

Innenminister Boris Rhein: „Die Länder und der Bund sind bereit gemeinsam ein bundesweites Präventionskonzept gegen Salafisten zu konzipieren. Ich habe angeboten, unsere Erfahrungen in diesem Bereich in das neue Projekt einzubringen. Ziel muss es sein, kontinuierlich für die Gefahren des Salafismus zu sensibilisieren und Hilfe für das Umfeld radikalisierter Salafisten anzubieten.“

Das persönliche Umfeld der von Salafisten angeworbenen Jugendlichen nimmt die Radikalisierung in den meisten Fällen wahr – wendet sich jedoch in den seltensten Fällen frühzeitig hilfesuchend an Behörden oder zivilgesellschaftliche Institutionen. In Ermangelung konkreter Hilfs- und Beratungsangebote wissen Eltern, Lehrer oder Freunde oft nicht, wie sie sich verhalten sollen.

„Genau hier muss ein bundesweites Präventionsnetzwerk ansetzen und Aufklärungsarbeit leisten. Wir haben in diesem Zusammenhang festgestellt, dass es wichtig ist, staatliche- sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Konzepte zu verzahnen und aufeinander abzustimmen.

Andererseits sollte das Netzwerk auch zu verbesserten Interventionsmöglichkeiten, beispielsweise bei kampferprobten Syrien-Rückkehrern, beitragen. Es ist in letzter Konsequenz ein wertvoller und notwendiger Beitrag für den Schutz der Menschen vor salafistischen Bedrohungen“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Auch die mit wissenschaftlicher Begleitung erstellte Studie zu den Radikalisierungshintergründen von 23 Syrien-Ausreisenden aus dem Rhein-Main-Gebiet stieß auf großes Interesse bei den Innenministern und -senatoren von Bund und Ländern.

„Für die Frühjahrssitzung 2014 wird es eine Studie über die Radikalisierungsverläufe und Motive aller Syrien-Ausreisenden aus Deutschland geben. Dies ist ein erfreuliches Signal, denn je mehr wir über die Extremisten wissen, umso zielgenauer können wir unsere Präventionskonzepte ausrichten, um gefährliche Trends – wie beispielsweise die Anwerbung von Schülerinnen und Schülern durch Salafisten – möglichst früh begegnen zu können“, so Innenminister Boris Rhein abschließend.

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