Neue Abteilung für jugendliche Untersuchungshäftlinge in der JVA Uelzen

5. Dezember 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Im Rahmen eines kurzzeitig anberaumten Besuchstermins hat die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz heute die Justizvollzugsanstalt Uelzen aufgesucht, um sich einen persönlichen Eindruck von der dort neu eingerichteten Abteilung für jugendliche Untersuchungshäftlinge zu verschaffen.

Die neue Abteilung umfasst insgesamt 15 Haftplätze (davon elf Einzel- und vier Doppelhaftplätze). Alle Haftplätze verfügen über eine Gefangenenschließung, mittels derer die Jugendlichen anderen Mitgefangenen den Zutritt zu ihren Hafträumen verwehren können. Weiterhin verfügt die Station über Einzelduschen und eine Videoüberwachung des gesamten Flur- und Freizeitbereichs. Die Jugendlichen werden umfassend betreut. Hierzu steht ein Team, bestehend aus insgesamt acht Bediensteten des mittleren allgemeinen Justizvollzugsdienstes sowie eine Bedienstete des Sozialdienstes zur Verfügung. Im Haftalltag ist ein strukturierter Tagesablauf vorgesehen, der den Jugendlichen Unterstützung und Stabilisierung durch schulische Ausbildung, Suchtberatung, persönliche Beschäftigung und der Suche nach neuen Perspektiven vermitteln soll. Sie werden insbesondere verpflichtet, regelmäßig am täglichen Sportangebot teilzunehmen.

Am 8. August 2013 hatte die Ministerin als Konsequenz einer Untersuchung der Abteilung Braunschweig der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel die Schließung der dortigen Station für jugendliche Untersuchungshäftlinge sowie ihre jetzige Verlegung in die Justizvollzugsanstalt Uelzen angekündigt. Seit dem 2. Dezember 2013 nimmt die neu geschaffene Abteilung ihre Aufgabe wahr. Die ersten jugendlichen Untersuchungsgefangenen wurden bereits aufgenommen, weitere Aufnahmen folgen in den nächsten Tagen. Die baulichen und organisatorischen Rahmenbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Uelzen gewährleisten deutlich verbesserte Aufsichtsmöglichkeiten für das Personal und bessere Unterbringungsstandards für die Jugendlichen.

Niewisch-Lennartz: „Auch die neue Unterbringung gewährleistet keine absolute Sicherheit vor Gewalt im Justizvollzug. Die vorhandenen und neu geschaffenen Haftbedingungen tragen jedoch wesentlich dazu bei, dass die Jugendlichen in positiven Strukturen leben – die beste Prävention gegen Gewaltexzesse. Gewaltprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung und meine Verantwortung im Justizvollzug. Ich bin begeistert, mit wie viel Engagement sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Aufgabe angenommen haben. Sie werden der Verantwortung gerecht werden!“

 

 

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