Mittelfrankens Polizei vorerst ohne Digitalfunk im U-Bahnbereich

4. Dezember 2013 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Der Digitalfunk hält nach dem erfolgreich verlaufenden Probebetrieb auch bei der Polizei in Mittelfranken Einzug. Mit einer Ausnahme: Im gesamten U-Bahn-Bereich lässt diese Technik weiter auf sich warten. Das Finanzvolumen für diese Maßnahme beläuft sich auf über 5 Mio. Euro. Geld, das von den Städten Nürnberg und Fürth nach derzeitigem Stand aufzubringen ist. Beteiligung des Freistaats: Zurzeit Fehlanzeige! Die Realisierung, also der tatsächliche Einbau der neuen Technik in den U-Bahn-Anlagen, wird weitere vier Jahre benötigen – das ergaben seriöse Planungen, die nicht anzuzweifeln sind.

Für Rainer Hirschmann, Vorsitzender des mittelfränkischen Bezirksverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), ein besorgniserregender Zustand. Deshalb wandte er sich mit einem Schreiben an Bayerns Innenminister Herrmann, um ihn auf dieses Problem hinzuweisen.

„Es kann und darf nicht sein“, so Hirschmann, „dass die mittelfränkischen Kolleginnen und Kollegen wegen der noch nicht gesicherten Finanzierung weiter auf den Digitalfunk in der U-Bahn warten müssen. Bayern ist das sicherste Bundesland und die bayerische Polizei macht den Freistaat zum Marktführer der inneren Sicherheit. Wir sorgen für Sicherheit im öffentlichen Raum durch ständige Präsenz“, betont Hirschmann. „Aus diesem Grund brauchen wir auch den Digitalfunk im Untergrund. Die mittelfränkische Polizei will ihre Einsätze in der U-Bahn auch weiterhin erfolgreich bewältigen. Dies darf nicht gefährdet werden.“ Hirschmann appelliert deshalb an den Innenminister, sich für die schnellstmögliche Realisierung einzusetzen. „Die Polizei“, da ist sich Hirschmann sicher, „wird es ihm danken.“

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