Langandauernde Erkrankung – Was passiert mit meinem Urlaub?

3. Dezember 2013 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Eine langandauernde Erkrankung kann jeden unerwartet treffen. Neben vielen finanziellen Fragen besteht häufig die Verunsicherung, ob die noch nicht genommenen Urlaubstage wie üblich zum 30.09. des Folgejahres verfallen. Zunächst die gute Nachricht: Jeder Tarifbeschäftigte hat einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Mindesturlaub von 4 Wochen (= 20 Arbeitstage – zzgl. ggf. den Zusatzurlaub für Schwerbehinderte).

Ein Beschäftigter, der z.B. seit dem 01.01.2012 krank ist, hat grundsätzlich für die Jahre 2012 und 2013 einen Urlaubsanspruch, auch wenn er bisher in beiden Jahren nicht einen einzigen Tag gearbeitet hat!

Die Bestimmungen sind im Detail etwas kompliziert, merken sollte man sich aber Folgendes:

Die Urlaubstage verfallen nach einer langandauernden Krankheit erst 15 Monate nach dem Ablauf des Urlaubsjahres. Der Urlaubsanspruch für das Jahr 2012 verfällt also am 31.03.2014.

Die einem Tarifbeschäftigten laut TV-L über die 20 Tage hinausgehenden Urlaubstage (z.B. bei 30 Tagen die restlichen 10 Tage) verfallen leider wie üblich zum 30.09. des Folgejahres.

Jeder Tarifbeschäftigte sollte sich rechtzeitig bei der Personalabteilung nach seinem Urlaubsanspruch erkundigen.

Kommt man im August oder September oder von Januar bis März nach sehr langer Krankheit zurück, dann muss möglicherweise direkt im Anschluss an die Krankheitstage der Urlaub genommen werden, damit die Tage nicht verfallen.

Geht man nach langandauernder Erkrankung in Rente, dann kann man sich den Urlaub finanziell abgelten lassen.

In diesem Fall muss der Anspruch gegenüber dem Arbeitgeber angemeldet werden.

Quelle: BDK

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