Desolate Beförderungssituation – BDK nimmt Innensenator Neumann in die Pflicht!

27. November 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Am gestrigen Mittwoch suchte der BDK-Vorstand das Gespräch mit Innensenator Michael Neumann und Staatsrat Volker Schiek. Die BDK-Vertreter machten nochmals die derzeitige Stimmung innerhalb der Polizei deutlich und legten dar, welche negativen Auswirkungen die inakzeptablen derzeitigen Beförderungsmöglichkeiten auf die Motivation gerade der jüngeren Kolleginnen und Kollegen haben.

Kriminalkommissarinnen und Kriminalkommissare, die seit 10 Jahren und mehr auf ihre erste Beförderung warten und auch in diesem Jahr wieder nicht berücksichtigt wurden, die überfälligen Ausschreibungen zu A11, A12 und A13, die unsägliche und kaum den Namen verdienende Beförderungsrunde 2013: die Beförderungssituation ist so schlecht wie lange nicht mehr. Jetzt rächt sich das verfassungswidrige LVM, dessen Auswirkungen nun speziell der gehobene Dienst zu spüren bekommt.

Mit Nachdruck kritisierten die BDK-Vertreter das intransparente Verhalten im Zusammenhang mit den angekündigten Beförderungen. Auch wurden Begründungen zu der Aussage „Beförderung nach Maßgabe freier Stellen“ und dem jetzigen Handeln eingefordert.

Senator Neumann erklärte, dass auch für ihn die aktuelle Situation unbefriedigend sei und er Verständnis für den Unmut der betroffenen Kolleginnen und Kollegen habe. Die im Rahmen des LVM eingeführte Stellenbündelung A7-A11 hätte jedoch zur Folge gehabt, dass freie Stellen nicht grundsätzlich nachbesetzt werden konnten, sondern das Budget lediglich für eine verringerte Anzahl von Beförderungen gereicht hätte.

Der Innensenator stimmte dem BDK zu, dass nur eine Auflösung der Stellenbündelung Abhilfe schaffen kann. Auch die Forderung des BDK nach umgehender Ausschreibung von A11, A12 und A13-Stellen wurde von Senator Neumann akzeptiert. Er sagte zu, im Rahmen der P-Runde die Polizeiführung erneut zur längst überfälligen Umsetzung aufzufordern.

Der Appell an Innensenator Neumann war und ist mehr als deutlich:

Sie können bereits heute in der sogenannten P-Runde ein deutliches Zeichen setzen! Das Ergebnis können sie uns dann direkt mitteilen, denn wir werden erneut vor der Innenbehörde stehen und bei einer weiteren Mahnwache Flagge zeigen!

Der BDK bleibt dran und kämpft weiter für die gerechte Bewertung der kriminalpolizeilichen Arbeit!

 

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