Moderne Technik im Winterdienst

26. November 2013 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

„Wir wollen, dass unsere Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen auch im Winter möglichst sicher befahren werden können. Deshalb setzen wir im Winterdienst auf moderne Technik. Eine Neuerung ist hier der Winterdienst-Koffer (WDK). Mit Hilfe des WDK ist künftig ein einziger Winterdiensteinsatzleiter für das gesamte Gebiet einer Straßenmeisterei ausreichend. Das macht unsere Winterdiensteinsätze noch besser planbar“, sagte Innenminister Joachim Herrmann bei einer Pressekonferenz in der Autobahnmeisterei Fischbach in Nürnberg. Trotz moderner Fahrzeuge und Geräte, innovativer Technologien, ausreichend Salzvorräten und motiviertem Personal könne die bayerische Straßenbauverwaltung aber auch in den Wintermonaten keine sommerlichen Straßenverhältnisse garantieren. Herrmann appellierte daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer: „Tragen auch Sie Verantwortung. Passen Sie insbesondere Ihre Ausrüstung und Ihr Fahrverhalten den winterlichen Fahrbahnverhältnissen an. Fahren Sie vorausschauend und planen Sie für Fahrten etwas mehr Zeit ein.“

Der WDK enthält ein Notebook mit mobiler Datenverbindung. So kann der Einsatzleiter aktuelle Wetterinformationen und Wetterprognosen abrufen. Er greift dabei zum einen auf Messwerte und Bilder aus den 230 Glättemeldeanlagen zurück. Zudem kann er Wetterinformationen des Deutschen Wetterdienstes abrufen. Mithilfe der GPS-Ortung der Winterdienstfahrzeuge kann der Einsatzleiter den aktuellen Einsatzort der Räum- und Streufahrzeuge einsehen. Die Fahrzeuge und Strecken werden mit unterschiedlichen Symbolen und Farbbändern dargestellt. Der Einsatzleiter kann so feststellen, ob geräumt oder gestreut wird. Außerdem werden von den Fahrzeugen Einsatzdaten wie die Streudichte und die Streubreite übertragen. Gleichzeitig ist der WDK auch eine Steuerzentrale für den Einsatzleiter. Denn alle wichtigen Aktionen zur Einsatzauslösung und Steuerung können über das Notebook ausgeführt werden. Dies bedeutet einen wesentlichen Zeit- und Ablaufvorteil für alle Beteiligten.

Insgesamt sorgen rund 2.850 Straßenwärter mit gut 750 eigenen Winterdienstfahrzeugen und nochmals etwa 750 angemieteten Lkw’s privater Unternehmer dafür, dass die von der bayerischen Straßenbauverwaltung betreuten rund 22.500 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen zuverlässig geräumt und gestreut werden.

580.000 Tonnen Streusalz hat der Freistaat Bayern für die Wintersaison 2013/2014 in den Streusalzlagern der Meistereien und den Zentrallagern eingelagert. Mit weiteren 100.000 Tonnen, die über Lieferverträge mit den Salzlieferanten gesichert sind, stehen in Summe also 680.000 Tonnen Streusalz zur Verfügung. In einer durchschnittlichen Winterdienstsaison werden rund 400.000 Tonnen Salz verbraucht.

Ein Tag Winterdienst im Volleinsatz kostet den Freistaat bis zu zwei Millionen Euro, die gesamte Wintersaison voraussichtlich rund 125 Millionen Euro.

 

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