Üben für die schnelle Sicherheit

25. November 2013 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Um Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen, stattet die Provinzial Freiwillige Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern mit 75 mobilen Rauchverschlüssen aus. Um den Einsatz der Rauchverschlüsse in der Ausbildung üben zu können, überreichte Provinzial Landesdirektor Thomas Kühl am Montag, 25. November, im Beisein von Innenminister Lorenz Caffier einen Rauchverschluss an die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow.

Mobile Rauchverschlüsse sehen aus wie ein Duschvorhang und lassen sich wie eine Kinderreckstange in den Türrahmen klemmen. Bei einem Brand sorgen sie dafür, dass kein Rauch nach außen dringt. Dies ist besonders wichtig bei Wohnungsbränden in Mehrfamilienhäusern. Die Feuerwehr muss meist über das Treppenhaus vordringen und die Tür öffnen. Dabei besteht die Gefahr, dass lebensgefährlicher Brandrauch den Fluchtweg versperrt. Dies wird durch den mobilen Rauchver-schluss verhindert.

„Dies ist ganz entscheidend“, erklärte Thomas Kühl anlässlich der Übergabe des Rauchverschlusses, „denn etwa 95 Prozent der jährlich 400 Brandtoten in Deutschland sterben nicht an den Flammen, sondern an den extrem giftigen Rauchgasen. Schon wenige Atemzüge können tödlich sein.“ Schutz vor Stichflammen Den Feuerwehrfrauen und -männern bieten die Rauchverschlüsse zusätzliche Sicherheit. Da das Material schwer entflammbar ist, können sie hinter den Rauchverschlüssen in Deckung gehen.

„Das senkt die Gefahr, dass unsere Feuerwehrleute nach dem Öffnen der Tür durch Stichflammen verletzt werden“, so Landesbrandmeister Heino Kalkschies. Ein weiterer Vorteil der Rauchverschlüsse: Sie senken die Sanierungskosten, denn normalerweise sorgen aus den brennenden Wohnungen dringender Rauch und Ruß für hohe Schäden und langen Nutzungsausfall des Hauses. Das wird durch die Rauchverschlüsse verhindert.

Der Mecklenburg-Vorpommersche Innenminister Lorenz Caffier sieht die Übergabe der Rauchverschlüsse unter einem anderen Aspekt: „Brandschutz geht uns alle an! Wir brauchen die Helfer – und die Helfer sollen unsere Unterstützung bekommen.“

Und weiter: „Als Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und damit auch als Feuerwehrminister möchte ich der Provinzial Nord Brandkasse als Mitglied der öffentlich-rechtlichen Sparkassen Finanzgruppe für ihr Engagement danken. Ihre Unterstützung ist heute nicht mehr selbstverständlich und damit Vorbild für andere Unternehmen.“

„Wir sind seit 1874 als Provinzial Nord Brandkasse tief im Norden verwurzelt und haben seither immer wieder etwas für die Sicherheit der Menschen getan – so auch jetzt“, begründet Thomas Kühl das Engagement der Provinzial. „Wenn wir mit den Rauchverschlüssen Verletzungen vermeiden und auch nur ein Menschenleben retten können, dann hat sich unser Einsatz schon gelohnt.“

Zusammenarbeit, die allen nützt Eine fundierte Aus- und Fortbildung ist unabdingbare Voraussetzung für das Funktionieren der Gefahrenabwehr vor Ort. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat deshalb viel in die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow investiert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sie sich zu einer modernen Aus- und Fortbildungseinrichtung für die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Eine wichtige Etappe auf diesem Weg war die Inbetriebnahme des Brandübungshauses. „Nur wer die Gefahren kennt, kann sie im Einsatz sicher beherrschen. Die Simulation und das Training richtiger Verhaltensweisen befähigen die Feuerwehrangehörigen zu Höchstleistungen sowohl bei der Menschenrettung als auch bei der Brandbekämpfung“, so Minister Caffier.

Kalkschies: „Die Landesfeuerwehrschule für Brand- und Katastrophenschutz M-V ist für die Ausbil-dung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden maßgeblich verantwortlich und richtungsweisend. Von der Einführung neuer Technik und Innovationen an der Landesfeuerwehrschule, profitieren alle Feuerwehren im Bundesland M-V, da hier die flächendeckende Ausbildung und Kommunikation ermöglicht wird.“ Die enge Zusammenarbeit der Provinzial mit den Feuerwehren ist aus dem gemeinsamen Ziel, Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen, historisch gewachsen. So unterstützt die Provinzial den Landesfeuerwehrverband und die Hanseatische Feuerwehr Unfallkasse Nord. Gemeinsam engagieren sie sich im Brandschutz.

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