GdP unterstützt Ausweitung von Fahrverboten auf junge Mehrfachtäter

21. November 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Fahrverbote müssen nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine zusätzliche Sanktionsmöglichkeit bei Straftätern darstellen. Die GdP unterstützt damit die Absicht von Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen, eine Alternative zum Freiheitsentzug und eine vor allem für junge Menschen als hart empfundene Strafe zu schaffen, Eine Geldstrafe hielten die Unterhändler der Arbeitsgruppe Inneres und Justiz, wie aus dem der Gewerkschaft vorliegenden Arbeitspapier hervorgeht, für kein „fühlbares Übel“.

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Wir begrüßen die Initiative der Politik, das Fahrverbot als eigenständige Sanktion im Erwachsenen- und Jugendstrafrecht einzuführen. Die Ausweitung von Fahrverboten auf Delikte, die nicht in direktem Bezug zum Straßenverkehr stehen, bedeuten eine wirksame Abschreckung insbesondere für junge Mehrfachtäter.“

Malchow: „Das Auto stellt vor allem für junge Menschen ein wichtiges Statussymbol mit großem Spaßfaktor dar. Dürfen junge Täter ihr Auto nicht mehr benutzen, so hätte dies sicherlich die von den Richtern gewünschte nachhaltige Wirkung.“ Zudem erleichtere, so der GdP-Chef, die Erweiterung des Strafenkatalogs, die Lebensumstände der Täter bei der Strafverhängung noch stärker berücksichtigen zu können.

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