Drängler konsequent aus dem Verkehr ziehen

21. November 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Ein Drittel aller Verkehrsopfer geht auf aggressives Verhalten im Straßenverkehr zurück, mehr als 200 Tote jedes Jahr alleine in NRW. Es wird gerast, gedrängelt und rechts überholt. Fast jeder Verkehrsteilnehmer war schon Opfer von Dränglern, viele waren auch schon einmal Täter. Unter dem Titel „Tatwaffe Auto?“ diskutieren heute auf einem Verkehrsforum der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Düsseldorf Verkehrsexperten der Polizei, Richter und Verkehrspsychologen wie besonders aggressive Raser schneller aus dem Verkehr gezogen werden können. Eine der Kernforderungen der GdP: Massives Drängeln und grobe Geschwindigkeitsüberschreitungen dürfen nicht länger wie Falschparken als Ordnungswidrigkeit geahndet, sondern müssen als Straftat verfolgt werden.

„Drängeln und Rasen sind keine Kavaliersdelikte. Die Polizei ist im Moment kaum in der Lage, nachhaltig gegen aggressives Verhalten im Straßenverkehr vorzugehen. Um gerichtsfest gegen Drängler vorgehen zu können, müssen sie auf frischer Tat verfolgt, gefilmt und anschließend zur Feststellung des Fahrers auch noch angehalten werden. Dazu fehlt uns die aber Ausstattung.“, sagte GdP-Verkehrsexperte Michael Mertens bei der Eröffnung des Forums.

Neben einem konsequenten Vorgehen gegen aggressive Raser fordert die GdP ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h. „Dadurch würden nicht nur die Raser wirksam ausgebremst, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit länge sogar höher als heute, weil das dauernde Ausweichen vor aggressiven Dränglern entfällt“, sagte Mertens.

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