Reform des Sozialdienstes

19. November 2013 | Themenbereich: Saarland, Strafvollzug | Drucken

Justiz-Staatssekretärin Dr. Anke Morsch hat eine umfassende Reform des Sozialdienstes der Justiz im Saarland angekündigt. Auf der Fachtagung des Verbands der Bewährungshelfer in Saarbrücken kündigte sie an, einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem die Organisation des Dienstes grundlegend geändert und zugleich die Verzahnung mit der Arbeit des Strafvollzugs intensiviert werden solle. „Der bisher dem Landgericht zugeordnete Sozialdienst soll künftig eine eigene Einrichtung unter der Dienst- und Fachaufsicht des Ministeriums sein“, erläuterte Morsch. Man orientiere sich damit am Bremer Modell, mit dem dort hervorragende Erfahrungen gemacht worden seien.

Daneben gehe es um eine bessere Abstimmung zwischen der Arbeit der Bewährungshilfe und den Angeboten des Strafvollzugs, die auf die Vorbereitung für eine Haftentlassung gerichtet seien: „Wir wollen, dass die staatlichen Stellen hier Hand in Hand arbeiten. Deswegen möchten wir etwa in den Bereichen Vollzugs- und Eingliederungsplanung, aber gerade auch in der Phase der unmittelbaren Vorbereitung einer Haftentlassung Schnittstellen schaffen, die einen reibungslosen Austausch zwischen Vollzug und Bewährungshilfe ermöglichen“, erläuterte die Staatssekretärin.

Die Arbeit des Sozialdienstes sei für die nachhaltige Resozialisierung von entlassenen Straftätern und damit für die Sicherheit der Bevölkerung von höchster Bedeutung, führte Morsch aus. „Mit neuen Strukturen und einer modernen Aufgabenbeschreibung schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass die Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer weiterhin erfolgreich arbeiten können“, betonte die Justiz-Staatssekretärin abschließend.

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