Bundespolizeigewerkschaft fordert weitere Maßnahmen vom DFB

19. November 2013 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

„Die Verschärfung von Stadionverboten allein reicht nicht aus, um die Gewalt bei Fußballspielen einzudämmen“, resümiert Horst Pawlik, stellvertretender Vorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. Der Gewerkschaftler begrüßt die beabsichtigten Verschärfungen bei Stadionverboten durch den DFB, vermag aber keinerlei Verbesserungen zu erkennen, um die Gewalt vor und nach den Spielen einzudämmen.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert, endlich auch Fehlverhalten bei der An- und Abreise mit Stadionverboten zu sanktionieren. „Die Gewalt in den Zügen wird sich ansonsten weiter verschärfen! Randalierende Fußballfans werden bei der An- und Abreise heftig Gewalt anwenden und Züge beschädigen, ohne vom Fußballbund oder den halbherzig agierenden Vereinen auch nur ansatzweise Strafen befürchten zu müssen“, erklärt Pawlik.

Besonders enttäuscht ist Pawlik darüber, dass der DFB nicht auch Beleidigungen und den Widerstand gegen Polizeibeamte in den Tatbestandskatalog aufgenommen hat. Für die DPolG Bundespolizeigewerkschaft ist insofern deutlich erkennbar, dass der DFB und die Vereine das Problem mit gewalttätigen Fußballfans lediglich vor die Stadien verlagern und es der Bundespolizei sowie den Länderpolizeien aufbürden. „Dieses Sankt-Florians-Prinzip wird auch in diesem Fall nicht zur Lösung des Problems beigetragen. Der DFB und die Vereine scheinen die Komplexität und die Brisanz der Gewalttätigkeiten bei der An- und Abreise von Fußballchaoten noch nicht erkannt zu haben“, so Pawlik enttäuscht. Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft sieht auch bei der DB AG dringenden Handlungsbedarf. Anstatt stetig über die hohen Schäden zu klagen, müssten konsequent und nachhaltig Beförderungsverbote gegen randalierende Fußballfans verhängt werden.

„Ohne ein gemeinsames Vorgehen von DFL, DFB, Vereinen, DB AG, Landes- und Bundespolizei werden wir die Gewalt nicht eindämmen können“, so der Gewerkschaftler.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert die zukünftige Bundesregierung auf, endlich ein Bundespolizeikostengesetz einzuführen. Mit der Schaffung eines solchen Gesetzes, könnten dann die Verursacher zur Begleichung der Kosten für den Polizeieinsatz herangezogen werden.

 

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