Opfer werden lebenslang traumatisiert

18. November 2013 | Themenbereich: Justiz | Drucken

Die heutige Aufdeckung des internationalen Kinderpornorings in Kanada zeigt erneut, wie sehr weltweit die Kinderpornografie im Internet vernetzt ist.

„Dass auch Polizisten, Pfarrer, Pflegeltern und Jugendbetreuer als Täter ermittelt wurden, macht deutlich wie hoffähig offensichtlich diese menschenverachtende Kriminalität ist und zudem in der gesamten Gesellschaft verbreitet ist“, sagte André Schulz, BDK-Bundesvorsitzender heute in Berlin. „Kinder und Jugendliche sind lebenslang traumatisiert, wenn sie Opfer eines Missbrauchs geworden sind.“ Neben der Verbreitung von Bildmaterial stehen Fotos und Videos, die oftmals auch grausame Handlungen zeigen, im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Der BDK fordert deshalb, die technische und personelle Ausstattung der Kriminalpolizei weiter konsequent zu verbessern. „Es darf nicht nur bei einfachen „web-patrols“ mit Zufallsfunden bleiben,“ so Schulz weiter.

Wichtig ist die aktive und professionelle Sachbearbeitung und die Kriminalprävention im Vorfeld: Dies gilt für die Eltern, verantwortliche Betreuer bei Jugendmaßnahmen und in Sportvereinen, aber auch für die Mitwirkung der Kirchen an der Information und Aufklärung über mögliche Verdachtshinweise.

Für Ärzte muss endlich die rechtliche Sicherheit geschaffen werden, Daten mit dem Hinweis auf Kindesmisshandlungen, die oftmals in engem Zusammenhang mit der Verbreitung von pornografischem Bildmaterial stehen, auszutauschen, um diese den Jugend- und Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen zu können. Hier ist die Bundespolitik in besonderem Maße gefordert.

 

 

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