Erste landesweite Beratungswoche gegen Wohnungseinbruch

18. November 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die NRW-Polizei startet unter dem Motto „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ am kommenden Montag, 18. November erstmals eine landesweite Beratungswoche gegen Wohnungseinbruch. Die Beratungsteams der Polizei sind überall in NRW unterwegs, beispielsweise bei Bürgervereinen und auf Wochenmärkten. Sie informieren die Menschen kostenlos, wie sie ihre vier Wände gegen Einbrecher sichern können.

„Jeder kann etwas tun, damit Einbrecher nicht in seine Privatsphäre eindringen. Das wollen wir in dieser Woche so vielen Menschen wie möglich vermitteln“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. „Ein Einbruch hinterlässt bei den Opfern nicht nur materielle, sondern auch emotionale Schäden. Das Gefühl von Angst und Unsicherheit sitzt bei ihnen oft wie ein Stachel unter der Haut.“

Für die Polizei hat die Bekämpfung des Wohnungseinbruches hohe Priorität. Sie setzt mit dem Konzept „Riegel vor!“ auf Prävention und konsequente Strafverfolgung. „Wir bündeln landesweit die Ermittlungen und das Expertenwissen in 16 spezialisierten Dienststellen. Die Ermittler haben erkannte mobile Intensivtäter im Visier und gehen mit Razzien und Straßenkontrollen gegen Einbrecherbanden vor“, erklärte Jäger. „Unsere Polizistinnen und Polizisten leistet gute Arbeit. Aber nur im Schulterschluss mit dem Bürgern gelingt es, dem Einbrecher den Riegel vorzuschieben.“

In NRW verzeichnete die Polizei im ersten Halbjahr des Jahres 2013 rund 30.500 Einbrüche. Das sind vier Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. In rund 40 Prozent der Fälle hatten es die Täter nicht geschafft, die gut gesicherten Türen oder Fenster aufzubrechen. „Der Einbrecher hat alles, nur keine Zeit und Geduld“, machte Jäger deutlich. „Ohne zusätzliche Sicherung können Fenster und Türen in Sekundenschnelle aufgehebelt werden. Je sicherer die Riegel vor Türen und Fenster sind, desto unattraktiver wird die Wohnung für Einbrecher“.

Einbrecher kommen oft am helllichten Tag oder in der Dämmerung. Viele Menschen sind dann nicht zu Hause, sondern am Arbeitsplatz oder „nur mal kurz“ außer Haus. Solche Gelegenheiten nutzen Einbrecher. „Achten Sie deshalb auch auf die Wohnung und das Haus Ihres Nachbarn. Nicht jeder neugierige Besucher hat sich nur an der Tür geirrt. Melden Sie der Polizei, wenn Ihnen eine Person oder eine Situation verdächtig vorkommt. Der kürzeste Draht dabei ist die 110“, appellierte der Innenminister. „Scheuen Sie sich nicht anzurufen. Es ist besser, einmal mehr die Polizei zu rufen, als einmal zu wenig.“

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