Einbruchskriminalität lässt sich nicht alleine durch Prävention zurückdrängen

18. November 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert in NRW mehr qualifiziertes Personal zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Die Zahl der Einbrüche in NRW ist von 2008 mit 38.002 Fällen auf 54.167 Fälle in 2012 gestiegen. In der Kommissariaten, die die Einbruchskriminalität bearbeiten, hat sich die Zahl der Kriminalisten aber nicht erhöht.

„Mit Präventionskampagnen wie „Riegel vor“ werden die Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht genommen, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen,“ sagte Wilfried Albishausen, BDK-Landesvorsitzender in NRW, zum Start der Kampagnenwoche „Riegel vor“ heute in Düsseldorf. „Jeder Hausbesitzer sollte mithelfen einen Grundschutz zu gewährleisten, aber dies entläßt die Polizei nicht Straftaten qualifiziert zu bearbeiten.“

Die aktuell agierenden ost- und südosteuropäischen Banden zeichnen sich durch rücksichtsloses und konsequentes Vorgehen aus. „Die Täter ziehen von Wohnung zu Wohnung uns suchen sich bewußt die nur unzureichend gesicherten Wohnungen aus,“ so Albishausen weiter. Hier sind auch die Wohnungsunternehmen aufgerufen den Bewohnern einen technischen Grundschutz anzubieten.“

Die Kriminalpolizei muss darüber hinaus gut aufgestellt sein. Neben der ausreichenden Zahl von Sachbearbeitern muss auch die Sachfahndung nach gestohlenen Gegenständen schnell und wirksam arbeiten können. „So kommen wir auf die Spur der Täter,“ machte Albishausen deutlich.

Eine zentrale Forderung des BDK ist im Baurecht bei Neu- und Umbauten die DIN 1627 vorzuschreiben, um somit für die Zukunft die technische Sicherung zu verbessern. „Hier könnte ich mir staatliche Förderung genauso gut vorstellen, wie auch eine reduzierte Versicherungsprämie beim eigenen Haus, wenn die technischen Sicherungen vorhanden sind“, erklärte Albishausen abschließend.

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