Geplante Beförderungsrunde ist ein Schlag ins Gesicht!

15. November 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Nun ist in Sachen Beförderungen die Katze aus dem Sack: Es werden von A9 zu A10 nur Kolleginnen und Kollegen befördert, die mit dem Prädikat A beurteilt worden sind. In Zahlen: Kripo 10, SCH/WS 51. Mit B und C Prädikaten Beurteilte machen eine lange Nase. Ihre derzeitige Perspektive für eine Beförderung: Nahezu null! Eine Beförderungsreduzierung im gehobenen Dienst um 50%.

Nach einer weiteren unsäglichen und unwürdigen Maßstabsrunde, die in der Motivation der Polizei Hamburg mal wieder deutliche Spuren hinterlassen hat, jetzt diese nächste Hiobsbotschaft: Der Großteil der Kolleginnen und Kollegen im gehobenen Dienst, die teilweise mit bis zu 10 Jahren Verweildauer im Eingangsamt A9 gute oder sogar überdurchschnittlich gute Leistung erbracht haben, werden erneut nicht befördert. Im mittleren Dienst reichen hingegen B Prädikate aus, um zu A9 befördert zu werden und für eine Beförderung zu A8 reicht sogar ein C Prädikat. Nur im gehobenen Dienst muss man anscheinend mindestens die „Anforderungen in besonderem Maße übertreffen“ – besser noch ein „A++“ erhalten, um zukünftig auch nur annähernd in den Bereich einer Beförderung zu kommen. Gerechtigkeit sieht anders aus!

Wir freuen uns für jede Kollegin und jeden Kollegen, die/der in den Genuss einer Beförderung kommt, aber das Gesamtergebnis der aktuellen Beförderungsrunde ist absolut unangemessen und inakzeptabel. Sowohl was die „Menge“ der Beförderungen, als auch die Breite der zu befördernden Beurteilungsprädikate angeht. Und wo bleiben endlich die mehrfach deutlich angemahnten Ausschreibungen zu A11, A12 und A13? Die nun ebenfalls angekündigten 50 A11-Ausschreibungen sind ebenfalls inakzeptabel und lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein!

Die Kriminalpolizei Hamburg befindet sich zurzeit in einem Umstrukturierungsprozess, der dem einzelnen Mitarbeiter eine Menge abverlangt und bisweilen Fragen und Sorgen bei dem einen oder anderen aufwirft. Glaubt die Polizeiführung oder Innensenator Neumann tatsächlich, dass da der aktuelle Umgang mit den Beförderungen innerhalb der Polizei das richtige Signal für die Motivation des Einzelnen darstellt? Ganz im Gegenteil: Das kann der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt! Wertschätzung für die geleistete Arbeit lässt sich nicht an den hohlen Phrasen ablesen, die derzeit von den Verantwortlichen mantraartig heruntergebetet werden, sondern zum Großteil daran – und das muss man einfach ganz nüchtern festhalten – wie viel ihnen die einzelnen Mitarbeiter finanziell wert sind. Und was das angeht, ist das Verhalten der Verantwortlichen seit längerer Zeit ein Offenbarungseid!

Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht! Die Risse im Polizei-Krug sind nur für Blinde nicht ersichtlich! Herr Neumann, sparen Sie sich bitte ihre jährlichen warmen Weihnachtsworte, werden Sie Ihrer Verantwortung und Fürsorgepflicht für die Hamburger Polizei endlich gerecht und sorgen Sie dafür, dass diese unsägliche Situation ein würdiges Ende findet!

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.