Reaktion des BVB ist die richtige Konsequenz

9. November 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP) begrüßt, dass der BVB 09 als Reaktion auf die Vorfälle anlässlich des Revier-Derbys auf Schalke am 27. Oktober einigen Ultra-Gruppierungen die Auswärtskarten entzieht. Arnold Plickert, Landesvorsitzender der GdP: „Wer Leuchtraketen in vollbesetzte Zuschauerränge und auf den Platz schießt, Pyrotechnik zündet, sich vermummt und Absperrvorrichtungen mit Hämmern zerstört, hat in einem Fußballstadion nichts verloren. Die Reaktion des BVB 09 ist angemessen und konsequent.“

Bei aller Sympathie für Fankultur, Choreographien und Unterstützung der eigenen Mannschaft von den Rängen sei es, so Plickert weiter, höchste Zeit gewesen, dass ein Verein die Reißleine zieht und den angeblichen Fans ihre Grenzen zeigt.

Plickert: „Es kann nicht sein, dass mitreisende Ultragruppierungen bei Spielen ihrer Mannschaft randalieren und gewalttätig werden und dies alles unter dem Deckmantel der „Fankultur“ verschwindet. Meine vielen Kolleginnen und Kollegen, die sich regelmäßig ihre Wochenenden für die Fanbegleitung, die Trennung von Fangruppierungen und die Verhinderung oder Verfolgung von Straftaten um die Ohren schlagen müssen, wäre außerdem sehr geholfen, wenn gewalttätige Fangruppen bereits an der Anreise zu Auswärtsspielen gehindert würden. Wir fordern seit langem, z. B. Stadionverbote mit Bereichsbetretungsverboten und Meldeauflagen zu kombinieren.“

Plickert hofft, dass die Maßnahme des BVB eine Signalwirkung auf andere Vereine entfaltet. „Ich würde mir wünschen, dass auch andere Vereinsvorstände den Mut aufbringen, sich dem Druck ihrer Fangruppierungen zu entziehen und ähnliche konsequente Entscheidungen treffen würden.“

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