Nach dem Derby in Hannover: Pistorius lobt Einsatzkräfte der Polizei

9. November 2013 | Themenbereich: Niedersachsen | Drucken

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius hat nach dem gestrigen Fussball- Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig die Leistung der Polizei besonders hervorgehoben. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz, sie haben Außergewöhnliches geleistet. Schon im Vorfeld mussten wir vom Schlimmsten ausgehen. Die Polizei hat durch große Besonnenheit, intensive Vorbereitung im Vorfeld und unter der hervorragenden Einsatzführung von Herrn von Cryson schlimmeres verhindert.“

Pistorius hatte sich gestern vor Ort ein Bild vom Einsatz der Polizei gemacht. Bis zum Anpfiff hat sich der Innenminister im Lagezentrum der Polizei in der Polizeiinspektion West aufgehalten, während des Spiels informierte er sich regelmäßig bei den Einsatzkräften über den Ablauf des Einsatzes.

Pistorius übte deutliche Kritik an der Terminierung des Spiels: „Die Rahmenbedingungen waren unglaublich schlecht. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum dieses Risikospiel auf das Wochenende von Robert Enkes Todestag und zugleich auf einen Freitagabend bei Dunkelheit gelegt wurde. Das war ein unnötiges und zusätzliches Risiko, Zuschauer und Polizisten wurden dadurch zusätzlich gefährdet. Ich fordere die DFL und die Vereine auf, den Bedenken der Polizei in Zukunft mehr Rechnung zu tragen, denn sie ist am Ende für die Sicherheit rund um das Spiel verantwortlich.“

Zu seinen persönlichen Eindrücken sagte Pistorius: „Ich gehe seit meiner Kindheit gerne und oft ins Stadion, aber diese Form ungezügelter und blindwütiger gezielter Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte macht mich fassungslos. Ich bin sehr froh, dass die Polizei auch in dieser emotional aufgeheizten Atmosphäre die Ruhe behalten und verhindert hat, dass die kriminellen und gewalttätigen Gruppen der Vereine nicht aufeinander stoßen konnten. Auch den Einsatzkräften aus den anderen Bundesländern sowie der Bundespolizei spreche ich meinen ausdrücklichen Dank für die vorbildliche Zusammenarbeit aus.“

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