Glaube hinter Gittern

5. November 2013 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Die Seelsorge der Kirche ist von unschätzbarem Wert. Wenn Gefangene es schaffen, über den Glauben zurück in die Gesellschaft zu finden, hat die Seelsorge sehr viel für den Opferschutz beigetragen. Darum ist die Arbeit der kirchlichen Seelsorger in den Vollzugsanstalten seit nahezu 20 Jahren sehr wichtig“, sagte Justizministerin Kuder in der JVA Neubrandenburg.

„Um einen Ort des Rückzugs und der Besinnung zu schaffen, hatten Bruder Martin und Pastor Vogel vor fünf Jahren als erste ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern die Franziskuskapelle in der JVA Neubrandenburg initiiert. Gerade als Ministerin, die auch für Kirchangelegenheiten zuständig ist, ist es mir wichtig, dass die Kirche allen Halt gibt, die aufgefangen werden wollen, Gebetsräume wie die Kapelle sind dabei unverzichtbar“, so die Ministerin.

„Die insgesamt sieben katholischen und evangelischen Seelsorger in den Justizvollzugsanstalten werden vom Justizministerium weiterhin gefördert. Denn auf dem Weg der Resozialisierung ist das Ziel entscheidend. Der Glaube, der sprichwörtlich Berge versetzt, kann auch die Kraft, Strafgefangene an die Hand zu nehmen und von einem normkonformen Leben zu überzeugen“, so die Ministerin.

Information:

Am 20. Januar 2009 wurde die Franziskuskapelle in der JVA Neubrandenburg feierlich geweiht. Im Jahr 2010 konnten auch in der Jugendanstalt Neustrelitz und in der JVA Bützow Andachtsräume eingerichtet werden. Die Gefängnisseelsorge mithilfe der Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern basiert auf dem Güstrower Vertrag.

 

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