Delegation aus Israel zum fachlichen Austausch im BBK

4. November 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Vom 14. bis 17. Oktober empfing das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Delegation aus Israel. Der viertägige Fachbesuch fand im Rahmen der regelmäßigen bilateralen Zusammenarbeit im Katastrophenschutz zwischen Deutschland und Israel statt. Die israelischen Fachleute gehörten diesmal dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit, der Feuerwehr, der Polizei und dem „Home Front Command“, dem Zivilschutzarm des israelischen Militärs, an.

Der inhaltliche Fokus lag diesmal auf der Zusammenarbeit der verschiedenen lokalen und nationalen Beteiligten im Umgang mit komplexen Lagen, hier insbesondere Massenanfall von Verletzten und/oder chemische, biologische, radiologische oder nukleare, so genannte CBRN Bedrohungen. Um die Umstrukturierungen Israels im Feuerwehrwesen zu unterstützen, beinhaltete der Besuch vor allem umfassende Einweisungen in die Fähigkeiten der deutschen Feuerwehren, u.a. mit direktem Einblick in die Arbeiten der Feuerwehren in Bonn und Köln. Der Schwerpunkt lag auf der CBRN-Detektion und Analyse.

Es wurden dabei die Strukturen und Verantwortlichkeiten des deutschen Bevölkerungsschutzes dargestellt, um gemeinsam mit den israelischen Kollegen feststellen zu können, in welchen Bereichen strategische oder technische Beratung übertragbar wäre.

Am Standort der Analytischen Task Force (ATF) bei der Feuerwehr Köln wurden die Fähigkeiten des BBK in der konzeptionellen Gestaltung und technischer Ausrüstung zum CBRN-Schutz am Beispiel der in Köln stationierten Fahrzeuge präsentiert. Anhand eines dort aufgebauten Dekontaminationsmodules stellten Dr. Volker Ruster, Leiter der ATF und seine Mitarbeiter dar, wie bei einem Ernstfall die Dekontamination funktioniert. Der anschließende Besuch beim CHEMPARK Leverkusen und dessen Sicherheitszentrale bot für die israelischen Gäste eine gute Gelegenheit, sich ein Bild über Früherkennung und Informationsverbreitung bei CBRN Lagen seitens eines privaten Betreibers zu verschaffen.

Der polizeiliche Beitrag zu CBRN-Lagen wurde durch das Bundeskriminalamt (BKA) und die dort angesiedelte Aufgabe der Zentralen Unterstützungsgruppe des Bundes für gravierende Fälle nuklearspezifischer Gefahrenabwehr (ZUB) erläutert.

Den Abschluss bildete ein Besuch an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des BBK in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort erhielten die israelischen Gäste Einblicke die Konzeption und Durchführung von Stabsübungen. Am Beispiel eines konkreten CBRN-Szenarios konnten so die einzelnen Zuständigkeiten der Akteure in den beiden Ländern durchgespielt und auch hier nochmals Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Strukturen und Herangehensweisen herausgestellt werden.

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