2012 mehr als 96.000 Hafttage durch gemeinnützige Arbeit abgegolten

4. November 2013 | Themenbereich: Bayern, Strafvollzug | Drucken

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hat heute in München die Ergebnisse des Projekts „Schwitzen statt Sitzen“ für das Jahr 2012 bekannt gegeben. „Über 2.300 Verurteilte in Bayern haben es sich durch gemeinnützige Arbeit erspart, eine nicht bezahlte Geldstrafe im Gefängnis „absitzen“ zu müssen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 96.401 Hafttage „abgearbeitet“ statt „abgesessen“, so Bausback. „Das Projekt rechnet sich für alle Beteiligten. Die Verurteilten leisten durch ihren gemeinnützigen Arbeitseinsatz etwas für die Allgemeinheit. Die dabei gewonnene Arbeitserfahrung ist zugleich ein wichtiger Beitrag zu einer erfolgreichen Resozialisierung. Und der Staat spart durch jeden vermiedenen Hafttag Kosten.“

Das Projekt richtet sich an Straftäter, die zu einer Geldstrafe verurteilt worden sind und diese nicht bezahlen können. In solchen Fällen droht den Verurteilten eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe, d. h. für jeden Tagessatz Geldstrafe muss ein Tag im Gefängnis „abgesessen“ werden. Eine Alternative dazu bietet „Schwitzen statt Sitzen“: Es gibt Verurteilten die Möglichkeit, gemeinnützige Arbeit zu leisten statt eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.

„Die Rechnung „Schwitzen statt Sitzen“ geht auf“, so Bausback abschließend. „Der Erfolg des Projekts wäre ohne das große Engagement der zuständigen Mitarbeiter in der bayerischen Justiz und bei den Fachstellen, die die Verurteilten in geeignete Arbeit vermitteln, nicht möglich. Ihnen allen möchte für ihren Einsatz herzlich danken!“

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