Couragierter Polizist bewahrte NS-Verfolgte vor der Deportation

31. Oktober 2013 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Als „verdienstvoll“ bezeichnete Elke Gündner-Ede, Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die jahrelangen Recherchen der „Behr“-Gruppe über den Polizeioberinspektor Wilhelm Behr, der als Polizist in Malchow bei Berlin während der Zeit des NS-Regimes mehreren Familien die Flucht vor Deportation ermöglichte und vor dem Tod bewahrte, nachdem er sie vor bevorstehenden Durchsuchungen und Verhaftungen durch die Gestapo gewarnt hatte.

Elke Gündner-Ede: “Es gehört auch zur Geschichte der deutschen Polizei, dass zahlreiche Polizisten, die sich unter großer Gefahr für ihre verfolgten Mitmenschen eingesetzt haben, von den Nazis aus dem Dienst entlassen oder selbst inhaftiert worden waren. So zum Beispiel die Mitglieder des Schrader-Verbandes, einer Vorläuferorganisation der Gewerkschaft der Polizei. Nicht selten wurden sie mehrfach Opfer der politischen Umwälzungen in der Nachkriegszeit und gerieten, wie Wilhelm Behr auch, mit dem beginnenden Ost-West-Konflikt und der Spaltung Berlins in das Räderwerk der Stalinisierung.“

Das Leben und die Heldentaten des Polizisten Wilhelm Behr während der Zeit der Nazi-Herrschaft in Deutschland sind Thema einer Ausstellung unter dem Titel „Wilhelm Behr – ein Stiller Held“, die von der „Behr-Gruppe“, Licht-Blicke Netzwerk für Demokratie, Lebensmut e.V., Wir für Malchow e.V. sowie den Evangelischen Kirchengemeinden Wartenberg und Malchow umgesetzt wurde.

Die Ausstellung wird eröffnet von Elke Gündner-Ede, geschäftsführender Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Montag, 4. November 2013, um 18 Uhr in der Malchower Kirche, Dorfstraße 38B, 13051 Berlin.

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