Unterstützung beim Schutz des deutschen Mittelstandes vor Wirtschaftsspionage

30. Oktober 2013 | Themenbereich: Security | Drucken

Die jüngsten Enthüllungen über die NSA- Spionage-Aktivitäten gegen deutsche Interessen müssen als Weckruf für den deutschen Mittelstand – als Know-how-Träger und Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft – verstanden werden. Im deutschen Mittelstand mangelt es häufig an Sicherheitspersonal und Sicherheitstechnik. „Im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland bedarf es daher eines effektiveren Wirtschaftsschutzes für den deutschen Mittelstand. Staat und Wirtschaft dürfen es daher nicht – wie bisher – allein bei Absichtserklärungen – belassen, sondern, müssen gemeinsam konkrete Maßnahmen ergreifen“, so BDSW-Präsident Gregor Lehnert. Hierzu hat der BDSW bereits im Frühjahr letzten Jahr der Bundesregierung einen 10-Punkte-Katalog mit konkreten Maßnahmen für mehr Unternehmenssicherheit im deutschen Mittelstand vorgelegt. „Diese Punkte gelte es nun gemeinsam umzusetzen. Hierzu bietet der BDSW nochmals seine Unterstützung an, “ so Lehnert.

Es gibt keinen anderen Verband in Deutschland, der über seine 850 Mitgliedsunternehmen über zehntausende mittelständische Unternehmen in Sicherheitsfragen beraten und unterstützen kann. Dieses Potenzial gilt es mehr als bisher speziell bei der Präventionsarbeit und der Weitergabe von behördlichen Warnmeldungen zum Wirtschaftsschutz in den deutschen Mittelstand zu nutzen. Als Reaktion auf die aktuellen Bedrohungen hat der BDSW einen Arbeitskreis Wirtschaftsschutz/Unternehmenssicherheit eingerichtet, der am Mittwoch in Berlin erstmals zusammentritt. „Hauptziele sind, die Kompetenz und Präventionspotenziale unserer Mitglieder für mehr Unternehmenssicherheit auszubauen. Hierbei setzen wir mit unseren Mitgliedsunternehmen als Bestandteil der nationalen Sicherheitsarchitektur auf die Unterstützung und Kooperation mit den Sicherheitsbehörden. Mit unseren Aktivitäten wollen wir insbesondere unsere Kunden aus dem deutschen Mittelstand noch besser schützen und damit die Spitzenposition der deutschen Volkswirtschaft in der Welt langfristig sichern“, so Lehnert.

Die aktuellen Diskussionen um Wirtschaftsspionageaktivitäten zeigen aber auch, dass eine Neujustierung der staatlichen Sicherheitsarchitektur beim Wirtschaftsschutz erforderlich ist.

„Wir würden es begrüßen, wenn sich die Koalitionsparteien bei ihren Koalitionsverhandlungen und der Aufarbeitung der NSA-Spähaffäre – wie vom BDSW bereits im Frühjahr letzten Jahres vorgeschlagen – zügig auf die Benennung eines Bundesbeauftragten für Wirtschaftsschutz verständigen könnten. Die aktuellen Diskussionen machen wieder deutlich, dass der Komplex Wirtschaftsschutz eine Vielzahl von Ressorts und Sicherheitsbehörden tangiert. Ein Bundesbeauftragter für Wirtschaftsschutz müsste die Aufgaben der Sicherheitsbehörden zum Wirtschaftsschutz koordinieren und der Wirtschaft als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung stehen, “ so Lehnert abschließend.

 

 

 

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