Hilfsangebote zur Verhinderung von Kindstötungen weiter ausbauen

28. Oktober 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Bei aller menschlicher Tragik hält der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) – Landesverband Brandenburg – zwei Kindstötungen innerhalb weniger Tage in unserem Bundesland für einen statistischen Zufall, der insbesondere nicht für einen Anstieg der Fallzahlen spreche. Allerdings geht die Kripo-Gewerkschaft von einem nicht unerheblichen Dunkelfeld aus, sagte der BDK-Landesvorsitzende Riccardo Nemitz (40).

Mit Sicherheit werde nur die Spitze eines Eisberges unbekannter Größe sichtbar, besser gesagt eher zufällig entdeckt. Erfahrene Ermittler sind zudem überzeugt, dass es sich bei mehr Täterinnen als allgemein angenommen um Mehrfachtäterinnen handelt. Es dürfe nichts unversucht gelassen werden, die Anzahl der Kindstötungen zurückzudrängen, auch wenn Prävention schwierig sei, so Nemitz weiter.

Er plädierte dafür, die Hilfsangebote zu erweitern. Dazu gehöre auch der Ausbau von Babyklappen sowie der Möglichkeit zur sog. anonymen Geburt. Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, hatte im vergangenen Jahr mit seiner Aussage für Schlagzeilen gesorgt, dass Neugeborene in Ostdeutschland statistisch gesehen stärker gefährdet seien, von ihren Eltern getötet zu werden als westdeutsche Babys.

Das Risiko in den neuen Bundesländern sei fast doppelt so hoch. Die Fallzahlen insgesamt seien jedoch rückläufig.

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