Sklavenarbeit in Europa nimmt erschreckende Ausmaße an

23. Oktober 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Ein Sofortprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung internationaler Verbrecherorganisationen, die in Europa Arbeitskräfte ausbeuten und versklaven, hat der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, gefordert.

Radek: „Die Ergebnisse der Untersuchung eines Sonderausschusses, mit denen sich am morgigen Mittwoch das EU-Parlament beschäftigen wird, sind erschreckend. Hunderttausende Sklavenarbeiter und ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe sind eine dringende Aufforderung an die Regierungen in Europa, ihre nationalen Sicherheitsbehörden zu stärken und eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu ermöglichen.“

Auch in Deutschland stellt die GdP Defizite bei der Bekämpfung des Menschenhandels, der Zwangsprostitution und Sklavenarbeit fest. Radek: „Den Finanzermittlungen zum Aufspüren und Sichern von Vermögenswerten muss eine größere Bedeutung beigemessen werden. Im Rahmen von Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels müssen Fachdienststellen frühzeitig eingebunden werden. Insgesamt reicht das Personal hinten und vorne nicht, um diesen Verbrecherbanden das Handwerk zu legen.“ Die Gewerkschaft der Polizei, so Radek, fordere seit Jahren den Aufbau einer Bundesfinanzpolizei.

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