Bilanz des Blitzmarathons

18. Oktober 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen des ersten Bayerischen Blitzmarathons, der nach einer Woche intensiver Geschwindigkeitskontrollen am 17. Oktober zu Ende gegangen ist. „Bayerns Autofahrer waren deutlich langsamer und damit sicherer unterwegs“, zog Herrmann als Fazit. Nur rund zwei Drittel der sonst bei Tempokontrollen üblichen Beanstandungen habe es gegeben. „Jedem muss daher klar sein: Wer sicher ankommen will, hält sich an die Geschwindigkeitsregeln.“ Damit das nicht in Vergessenheit gerate, bleiben konsequente Geschwindigkeitskontrollen ein wichtiger Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung in Bayern, kündigte der Innenminister an. „Ich appelliere an jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer: Halten Sie sich an die Geschwindigkeitslimits und nehmen Sie im Zweifel den Fuß vom Gas. Wenige Minuten Zeitvorteil sind das deutlich höhere Unfallrisiko nicht wert!“

Beim Bayerischen Blitzmarathon wurden vom 10. bis zum 17. Oktober an rund 1.500 Messstellen mehr als eine Million Fahrzeuge kontrolliert. Etwa 25.000 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell unterwegs, obwohl im Vorfeld alle Messstellen veröffentlicht wurden. Allein an den hochmodernen Geschwindigkeitsmessfahrzeugen blitzte es knapp 18.000 mal. Bei einem Durchlauf von insgesamt rund 934.000 Fahrzeugen ergibt das eine Beanstandungsquote von lediglich 1,9 Prozent. „Normalerweise liegt die durchschnittliche bayernweite Quote bei drei Prozent“, so Herrmann. 7.500 Raser konnten mit Laserhandmessgeräten überführt werden.

 

Es gab laut Herrmann auch eine Reihe gravierender Geschwindigkeitsverstöße. Absoluter Spitzenreiter beim Bayerischen Blitzmarathon war ein Raser aus Oberfranken, der der Polizei gleich am ersten Tag kurz vor Mitternacht im Landkreis Hof auf der Bundesstraße 173 ins Netz ging. Mit 193 Stundenkilometern war er trotz regennasser Straße fast doppelt so schnell unterwegs, wie die erlaubten 100. 1.200 Euro Geldbuße, vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot werden den verantwortungslosen Raser eine hoffentlich dauerhafte Lehre sein“, so Herrmann. Dicht gefolgt an zweiter Stelle ein chinesischer Tourist, der zur Mittagszeit am 17. Oktober mit seiner Familie auf der Bundesautobahn 8 einen Freizeitpark bei Günzburg besuchen wollte. Er hatte es offenbar auch besonders eilig. Mit 172 Stundenkilometern bei erlaubten 80 musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 633 Euro hinterlegen.

Im Rahmen des Blitzmarathons wurden bei den Kontrollen darüber hinaus 100 Strafanzeigen erstellt, unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis. 62 Fahrten unter Alkoholeinfluss und 25 Drogenfahrten wurden unterbunden. Dazu kommen etwa 1.100 Verstöße wegen Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes.

Die regionalen Ergebnisse des Bayerischen Blitzmarathons können Sie auf www.sichermobil.bayern.de abrufen.

 

 

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