Zehn Jahre Polizeilicher Sozialer Dienst

17. Oktober 2013 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Als einen „unverzichtbaren Teil unseres wichtigen Netzwerks zur professionellen Beratung und Hilfe für unsere Polizistinnen und Polizisten“ hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Polizeilichen Sozialen Dienst der Bayerischen Polizei (PSD) bezeichnet. Der PSD feierte heute im Beisein des bayerischen Landespolizeipräsidenten Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer in München sein zehnjähriges Jubiläum. „Polizisten sind keine Roboter, sondern zeigen normale Reaktionen auf Belastungen“, betonte der Innenminister. Gerade der Alltag eines Polizeibeamten bringe hohe Belastungen mit sich, die vom anstrengenden Schichtdienst bis hin zu traumatisierenden Einsätzen wie bei schwersten Gewalttaten reichen. „Umso wertvoller sind die Ansprechpartner vom PSD, die den Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so Herrmann.

Wie der Innenminister erläuterte, stehe bei der Bayerischen Polizei der Mensch im Mittelpunkt – sowohl beim Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern, als auch intern. „Unsere Polizisten und deren Angehörige haben daher in einem großen polizeiinternen Netzwerk Ärzte, Psychologen, Seelsorger und Sozialpädagogen an ihrer Seite, die in allen schwierigen Lebenslagen Unterstützung anbieten“, verdeutlichte Herrmann. Dazu kommen hohe Einstellungsvoraussetzungen bei der Bayerischen Polizei, um dem schwierigen Beruf gewachsen zu sein, gerade auch im Hinblick auf Stressresistenz und Belastbarkeit. Zudem werden die Polizeibeamten während ihrer Ausbildung und später im Rahmen des Dienstes regelmäßig bei Fortbildungen auf den gefährlichen Berufsalltag vorbereitet.

Der PSD wurde 2003 bei der Bayerischen Polizei eingerichtet. Zehn Stellen stehen für die Diplom-Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen der Polizeipräsidien und der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur psychosozialen Beratung zur Verfügung. Beschäftigte des Polizeipräsidiums München und des Bayerischen Landeskriminalamtes werden vom Zentralen Psychologischen Dienst der Bayerischen Polizei betreut. Neben seiner Hauptaufgabe als Anlaufstelle bei Krisensituationen bietet der PSD auch Beratung für Führungskräfte und Dienstunterrichte beispielsweise über posttraumatische Belastungsstörungen an. Ein weiteres sehr wichtiges Thema des PSD sowie des gesamten polizeiinternen Netzwerks ist die Suizidprävention.

 

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