Vortrag des Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog im Bundeskriminalamt

17. Oktober 2013 | Themenbereich: Bundeskriminalamt, Bundespolizei | Drucken

„Bestand und Entwicklung der Europäischen Union im Kontext der Globalisierung“ – zu diesem Thema konnte das Bundeskriminalamt (BKA) mit Bundespräsident a.D. Roman Herzog einen renommierten Redner für eine Vortragsveranstaltung am 16.10.2013 gewinnen.

Roman Herzog war nach seiner Amtszeit als Bundespräsident maßgeblich an der Entwicklung der EU-Grundrechte-Charta beteiligt, die auch für die Arbeit der Sicherheitsbehörden von Bedeutung ist. Vor diesem Hintergrund sind seine Einschätzungen zu den Entwicklungstendenzen der Europäischen Union (EU) auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer international agierenden Sicherheitsbehörde wie dem BKA von besonderem Interesse.

Bundespräsident a.D. Roman Herzog führte in seinem Vortrag aus, dass die Europäische Union in den Jahrzehnten ihres Bestehens mehrfach ihre Funktionen verändert habe.

Aktuell erwarteten ihre Bürger – neben der Friedenswahrung im Innern – vor allem den Erhalt des erreichten Wohlstandes sowie eine kraftvolle Rolle der EU in der sich neu organisierenden Welt.

Zur Wahrnehmung beider Aufgaben sei ein starkes Europa notwendig. Die heutige EU sei aber nach seiner Auffassung schwach. Vor allem fehlten ihr die nötigen außenpolitischen Kompetenzen, zudem stehe sie sich durch ihren Bürokratismus selbst im Wege. Roman Herzog hält daher eine alsbaldige Reform der EU für notwendig.

Sein Vortrag bildet den diesjährigen Höhepunkt der Vortragesreihe „EinBlicke“ der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Kriminalpolizei, im Bundeskriminalamt. Auf Einladung des BKA äußern sich dabei hochrangige Experten und Funktionsträger aus Politik und Wirtschaft sowie namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen in ihren Gastvorträgen zu kriminalistisch und rechtspolitisch relevanten Themen.

Diese Vorträge sind nicht nur fester Bestandteil der Ausbildung des kriminalpolizeilichen BKA-Nachwuchses, sondern stehen auch anderen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundeskriminalamtes offen.

Beim heutigen Vortrag von Bundespräsident a.D. Roman Herzog gehörten daher neben den aktuell Studierenden des gehobenen und höheren Vollzugsdienstes des Bundeskriminalamtes auch viele BKA-Beschäftigte zu den rund 200 interessierten Zuhörern. Auf Einladung des BKA nahmen außerdem Studierende des Höheren Polizeivollzugdienstes aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster an der Veranstaltung teil.

 

 

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