Versetzungstermin 1. Oktober 2013 -Ende der Direktversetzungen?

15. Oktober 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat als eine der ersten Maßnahmen die Direktversetzungen in die „Ermittlungsbereiche“ (ZKD/KED) zum 1.10. eines Jahres aufgehoben. Hier und da ist dies als Erfolg gefeiert worden! Aber warum eigentlich?

Es liegen immer noch keine sinnhaften Konzepte für die Aus- und Fortbildung der ermittelnden Bereiche vor. Weder für die Wechsler, noch für die „Jungen“. Natürlich müssen die Kolleginnen und Kollegen auch den Einsatz- und Streifendienst kennen lernen. Daher muss dringend ein Konzept für den „ermittelnden Nachwuchs“ landeseinheitlich geschaffen werden. Aber es ist auch deutlich und offensichtlich, dass einige ewig Gestrige sich nicht für den „Ermittlungsbereich“ (ZKD/KED) interessieren. Mittlerweile erkennen viele Bundesländer, was auf uns zukommt, wenn hier nicht bezüglich des Kriponachwuchses reagiert wird. Und es wird dort wieder Direkteinstiege für einen gewissen Anteil pro Studienjahr in diesen Ländern für die Kripo geben.

Warum geht das in Niedersachsen nicht?

Die Behörden wurden zur „Abmilderung“ dieser ministeriellen Anordnung aufgefordert, selbst für den adäquaten Nachersatz und die Verjüngung der „Ermittlungsbereiche“ Sorge zu tragen. Das ist leider auf diesem Wege schon seit 1994 nicht mehr richtig gelungen. Katapultieren wir uns mit der Rücknahme der Direktversetzungen ohne ein geschlossenes und verbindliches Konzept wieder in diese Zeiten zurück?

Der BDK fragt aktuell bei den Behördenleitern jetzt nach, was sie konkret zum Verjüngungsprozess der ermittelnden Bereiche getan haben und wie hoch die Anzahl der jetzt zum 1. Oktober in die Ermittlungsbereiche versetzten „jungen“ Kolleginnen und Kollegen ist?

Wir sind gespannt auf die Antworten und werden diese dann veröffentlichen.

 

 

 

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