Nachwuchswerbung mit dem Slogan „Polizei Karlsruhe – breit gefächert“

15. Oktober 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

„Eine echte Bürgerpolizei erfordert kulturelle Vielfalt, Weltoffenheit und ein vorurteilsfreies Miteinander. Deshalb werben wir für mehr Menschen mit Migrationshintergrund bei der Polizei.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am auf der Berufsmesse in Stutensee. Die Werbeaktion des Polizeipräsidiums Karlsruhe mit dem Slogan „Polizei Karlsruhe – breit gefächert“ sei hervorragend geeignet, jungen Menschen mit Migrationshintergrund anzusprechen und für den Polizeiberuf zu interessieren. Der Slogan greife den Charakter der Fächerstadt Karlsruhe auf und sei Ausdruck für die Offenheit und die bereits bestehende Vielfalt des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

„Migrantinnen und Migranten sind wichtig, um den Polizeinachwuchs im Land zu sichern. Zudem bildet eine zukunftsfähige Polizei die Gesellschaft in ihren eigenen Reihen ab und setzt auf interkulturelle Kompetenzen. Ein Beispiel ist die Mehrsprachigkeit von Polizistinnen und Polizisten: Sie kann bei der täglichen Polizeiarbeit entscheidend sein“, sagte Bilkay Öney, Ministerin für Integration. Deshalb arbeiteten Integrations- und Innenministerium schon seit längerer Zeit an Strategien, um mehr Bewerberinnen und Bewerber aus diesem Personenkreis für den Polizeidienst zu gewinnen. Laut einer bundesweiten Studie haben Migranten und Migrantenkinder immer noch eine gewisse Scheu vor dem Polizistenberuf. Diese Distanz gründet in der Angst vor mangelnder Akzeptanz. „Unser Signal ist, wir laden Euch ein, wir zählen auf Euch“, betonten Innenminister Gall und Integrationsministerin Öney.

Da das Internet mit seinen Kommunikationsplattformen eine immer wichtigere Rolle spielt, wird das Polizeipräsidium Karlsruhe künftig mit einem dauerhaften Facebook-Auftritt in den sozialen Netzwerken vertreten sein. Für den Bereich der Nachwuchswerbung wird die vom Medienzentrum der Polizei neu gestaltete landesweite Internetseite „polizei-der-beruf.de“ in Facebook gespiegelt und in landesweit einheitlichem Design übernommen. Darüber hinaus bietet das Polizeipräsidium Karlsruhe in Facebook die Rubriken „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Prävention“ an. Daneben setzt es die landesweit vergebenen QRCodes für vielfältige Zwecke ein, beispielsweise auf Streifenwagen, Visitenkarten und Flyern. Eigenproduzierte Flyer und Plakate – im gleichen Design wie die neue landesweite Internetseite – sind entsprechend dem Migrantenanteil der Einwohner im Stadt- und Landkreis Karlsruhe in die Sprachen Deutsch, Türkisch, Russisch, Italienisch, Rumänisch und Kroatisch/Serbisch übersetzt worden. So könnten auch Familienangehörige, die über weniger ausgeprägte Deutschkenntnisse verfügen, sich informieren und geeignete junge Menschen ansprechen.

Beim Einstellungsjahrgang 2012/2013 haben etwa 27 bis 28 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber einen Migrationshintergrund angegeben, bei den Einstellungen insgesamt liegt die Quote immer noch nahe 20 Prozent. Laut dem Statistischen Landesamt liegt der Migrantenanteil an der Gesamtbevölkerung im Bereich Karlsruhe bei 26 Prozent. Er ist so hoch wie in keinem anderen deutschen Flächenland.

Weitere Informationen

Integrationsministerin Öney und Innenminister Gall haben in Stutensee die zukünftige neue landesweiten Internetseite www.polizei-der-beruf.de vorgestellt, für die auch im Facebook-Auftritt des Polizeipräsidiums Karlsruhe eine Verlinkung eingerichtet ist.

Mit der Seite www.polizei-der-beruf.de wurde ein Portal geschaffen, das landesweit die Berufsinteressenten anspricht und über den Beruf der Polizeivollzugsbeamtin / des Polizeivollzugsbeamten informiert.

Das Informationsangebot der Internetseite wird abgerundet durch interaktive Elemente und Videoclips zu den einzelnen Tätigkeitsbereichen, einen Einstellungscheck und aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen. Natürlich stehen auch Bewerbungsunterlagen zum Download bereit.

Für die Website wird künftig landesweit auf vielen Streifenwagen mit einem sogenannten QR-Code geworben. Die Umsetzung des Projekts wurde eng begleitet von POLIZEI-ONLINE, dem Wissens- und Informationsportal der Polizei in Baden-Württemberg.

Flankierend zum Auftritt des Polizeipräsidiums Karlsruhe im Internet wirbt die Polizei mit Flyern, Plakaten und Werbemitteln. Zudem bietet sie Informationsveranstaltungen an.

Die Übersetzung der Flyer leisteten Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Die Druckartikel können anlassbezogen in der entsprechenden Sprache an die jeweilige Zielgruppe (Familienmitglieder, peer groups) ausgegeben und an geeigneten Örtlichkeiten (z.B. Moscheen, Kulturvereine) ausgehängt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Karlsruhe geben der Kampagne ein Gesicht: Zirka 3.000 Fotografien wurden in der Vorbereitungsphase angefertigt, von denen ein Teil für Flyer und Plakate, ein anderer für die Darstellung im Internet ausgewählt wurde. Ergänzend bestellte die Polizei verschiedene Give-aways, um einen Streueffekt der interkulturellen Werbebotschaft „Polizei Karlsruhe – breit gefächert“ zu erzielen. Zudem können Einstellungsberater USB-Sticks, die mit Berufsinformationen und Bewerbungsunterlagen bespielt sind, gezielt an geeignete Interessenten ausgeben. Besonders diese Arbeit der Einstellungsberater mit funktionierenden individuellen Netzwerken zu verschiedenen Kulturen und Organisationen ist äußerst wirksam für die Nachwuchswerbung. Neben der allgemeinen Berufsberatung werden daher durch den Einstellungsberater des Polizeipräsidiums Karlsruhe zahlreiche Berufsinformationsveranstaltungen sowie Schwerpunktveranstaltungen für Migrantinnen und Migranten besucht. Darüber hinaus gewährleisten die Einstellungsberater umfassende Gruppenberatungen, Einzelaktionen und Filmprojekte. Dadurch erreichen sie im Jahr circa 3.800 potenzielle Bewerberinnen und Bewerber im Land.

 

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