Eingenommene Bußgelder für verbesserte Verkehrssicherheitsarbeit verwenden!

14. Oktober 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat davor gewarnt, die Beendigung des Blitz-Marathons zum Anlass zu nehmen, jetzt wieder aufs Gaspedal zu drücken. Die Polizei werde weiter aktiv gegen Raser vorgehen, so der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Er forderte, die eingenommenen Bußgelder für eine verbesserte Verkehrssicherheitsarbeit zu verwenden.

In Berlin erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt: „Der bundesweite Blitz-Marathon war eine vernünftige und notwendige Aktion, um auf die Gefahren hinzuweisen, die durch Geschwindigkeitsüberschreitungen im Straßenverkehr entstehen. Wir sind sicher, dass dies auf viele Verkehrsteilnehmer nachhaltigen Eindruck gemacht hat, dazu diente auch die öffentliche Diskussion.

Wer glaubt, dass die Polizei jetzt in ihrer Aufmerksamkeit nachlässt, Verkehrsunfälle zu bekämpfen, irrt sich gewaltig. Verkehrssicherheitsarbeit ist eine Kernaufgabe der Polizei, die dauerhaft auf unserer Agenda steht. Und weil jeder Fahrzeugführer überall gefährdet ist, sollte auch jeder damit rechnen, dass überall die Einhaltung der Geschwindigkeit kontrolliert wird!

Schon der volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsunfälle, der jährlich bei über 30 Milliarden Euro liegt, rechtfertigt den energischen Kampf gegen Raserei auf unseren Straßen. Schweizer Notfallseelsorger haben zudem ermittelt, dass auf einen Getöteten im Straßenverkehr rund 100 betroffene, trauernde Menschen, Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen kommen. Es gibt also vielfältigen Anlass, alles zu unternehmen, dieses riesige menschliche Leid zu verhindern.

Der Kampf gegen zu schnelles Fahren ist kein Selbstzweck und hat mit Abzocke nichts zu tun, er dient der Vermeidung schrecklicher Unfallfolgen. Es wäre deshalb durchaus ein Akt der Glaubwürdigkeit, wenn die Einnahmen aus Bußgeldern für eine verbesserte Verkehrssicherheitsarbeit zur Verfügung gestellt würden und nicht einfach in den Haushalten verschwinden. Denn sowohl Unfallprävention und Verkehrsüberwachung wie auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur müssen solide finanziert sein, um gemeinsam nachhaltig wirken zu können!“

 

 

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