Rasern wird weiter mit Null-Toleranz begegnet

11. Oktober 2013 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Innenstaatssekretär Jürgen Häfner hat den 24-Stunden-Blitz-Marathon in Rheinland-Pfalz als großen Erfolg bezeichnet. „Mit einer Beanstandungsquote von 2,5 Prozent lagen wir bei den Kontrollen deutlich unter den sonst üblichen 6 sechs Prozent. Das zeigt: Niemand muss und darf im Straßenverkehr rasen. Das gilt natürlich an 365 Tagen im Jahr“, sagte Häfner. Mit dem bundesweiten Aktionstag und der starken Bürgerbeteiligung sei es gelungen, das Thema angepasste Geschwindigkeit in der Öffentlichkeit präsent zu machen. „Wenn durch den Blitz-Marathon nur ein Unfall vermieden werden kann, hat sich das Projekt schon gelohnt“, sagte Häfner.

Der Staatssekretär betonte: „Die Polizei und auch die Kommunen werden natürlich jeden Tag entschieden gegen Temposünder vorgehen. Immerhin ist zu hohe Geschwindigkeit Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr und das wollen wir ändern.“ Von Donnerstagmorgens um 6 Uhr bis Freitagsmorgens um 6 Uhr seien von 660 Beamten 87.404 Fahrzeuge an 459 Messstellen kontrolliert worden. 2.208 Fahrerinnen und Fahrer wurden wegen zu hoher Geschwindigkeit rausgewunken. Es wurden 20 Fahrverbote ausgesprochen, 513 Ordnungswidrigkeiten und 1.695 Verwarnungen festgestellt „Die erfreulich niedrige Zahl zeigt, dass Rasen kein Muss ist und von der Bevölkerung auch nicht toleriert wird.“ Ein Beleg dafür sei auch die starke Resonanz der Bürgerinnen und Bürger beim Blitz-Marathon. Fast 50 Prozent der Kontrollstellen wurden von 1200 Rheinland-Pfälzern selbst bestimmt und der Polizei über Facebook und Internet gemeldet. „Das ist eine hervorragende Beteiligung für die Premiere dieser Aktion in Rheinland-Pfalz. Wir werden die Erfahrungen jetzt genau auswerten. Allen Hinweisen auf Raserstrecken wird nachgegangen“, sagte Staatssekretär Häfner.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz verfügt über 31 mobile Messgeräte in Fahrzeugen, davon 11 ProViDa-Fahrzeuge, bei denen die Geschwindigkeit aus dem hinter einem her fahrenden Polizeiwagen gemessen wird. Hinzukommen 64 Handlasergeräte sowie eine teilstationäre und eine stationäre Messanlage. Alle Messanlagen waren in den vergangenen 24-Stunden im Einsatz. „Das ist lohnenswerte Prävention, die wir fortsetzen werden“, unterstrich Häfner. Im vergangenen Jahr kamen 209 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Bei 40,3 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle war zu hohe Geschwindigkeit die Ursache. „Jeder Tote und Verletzte ist einer zu viel“, so Häfner.

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