Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

11. Oktober 2013 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Die Hilfsbereitschaft während der Hochwasserkatastrophe 2013 war enorm. Bei nationalen Notlagen, so zeigte sich, sind die Menschen bereit, füreinander einzustehen. Im Bevölkerungsschutz ist spontane Hilfe wichtig, aber nicht ausreichend. Eine gute Ausbildung und viel Übung sind notwendig, um schwere Krisen zu überstehen.

Viele Menschen haben erkannt, wie wichtig ein Engagement im THW ist. Dies schlägt sich in stei-genden Helferzahlen seit Beginn des Fluthilfeeinsatzes nieder. Im Frühling dieses Jahres verfügte das THW über 38.082 aktive Einsatzkräfte. Zum Herbst sind 38.818 Aktive im THW ehrenamtlich engagiert. Auch bei der THW-Jugend kamen rund 300 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren in den vergangenen sechs Monaten neu hinzu. Dies ist ein Gegentrend zu den sinkenden Helferzahlen der vergangenen Jahre, die mit dem Wegfall der Wehrpflicht im Jahr 2011 einhergingen.

„Ich freue mich sehr über den Zuspruch aus der Bevölkerung. Die wachsenden Helferzahlen sind ein Anzeichen für die große Hilfsbereitschaft in unserem Land. Sie sind außerdem ein positives Zeugnis für die Arbeit des THW“, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme. Gleichzeitig mahnt er an, der Bevölkerungsschutz müsse zu jeder Zeit gut aufgestellt sein. Die Bürger dürften in ruhigen Phasen nicht das Interesse am THW verlieren und darauf bauen, dass Hilfe im Fall einer Katastrophe automatisch kommt. „Im letzten Jahr haben unsere Einsatzkräfte über 372.000 Stunden mit Übungen für den Einsatz verbracht. Sie investieren einen großen Teil ihrer Freizeit mit der Vorbereitung auf Einsätze. Das ist notwendig, damit das THW routinierte und angemessene Hilfe leisten kann“, sagt Broemme. Damit appelliert der THW-Präsident an die Menschen in Deutschland, sich ehrenamtlich zu betätigen und, etwa durch ein Engagement im THW, einen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung zu leisten.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Enga-gement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Europäischen Gemeinschaftsverfahrens sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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