Landestag der Verkehrssicherheit 2013

11. Oktober 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Ich würde am liebsten alle auszeichnen, die sich für die Bekämpfung von Verkehrsunfällen einsetzen“, sagte Innenminister Reinhold Gall anlässlich der Verleihung des Verkehrspräventionspreises beim Landestag der Verkehrssicherheit in Freiburg.

„Das Engagement für mehr Verkehrssicherheit kann mit Blick auf die 279 Menschen, die in diesem Jahr auf den Straßen unseres Landes bereits ihr Leben verloren haben, gar nicht genügend gewürdigt werden“, so der Innenminister weiter. Deshalb bestehe bei der Verkehrssicherheit nach wie vor Handlungsbedarf. Die Verkehrssicherheit im Land sei aber auf einem guten Weg. Mit der Verabschiedung des ersten Verkehrssicherheitskonzeptes der Landesregierung sowie der Umsetzung der Polizeistrukturreform und der damit verbundenen Einrichtung von schlagkräftigen Einheiten seien im Jahr 2014 die Weichen für mehr Sicherheit auf den Straßen gestellt worden. „Um durchschlagende Erfolge für mehr Sicherheit auf unseren Straßen zu erzielen, sind auch Menschen nötig, die sich vor Ort und mit großem Engagement für die Sicherheit auf den Straßen einsetzen“, betonte Innenminister Gall. „Der Landestag der Verkehrssicherheit ist deshalb ein Aushängeschild der Verkehrsprävention, um den uns andere Länder beneiden“, so Gall weiter.

Unter dem Motto „Sicher & Fair – weniger ist MEHR“ würden sich zahlreiche Partner der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR mit ihren Projekten und Kampagnen rund um die Verkehrssicherheit für Kinder, Heranwachsende, Junge Fahrer und Senioren auf dem Münsterplatz präsentieren. „Der Landestag ist eine Leistungsschau der Verkehrsprävention“, sagte der Innenminister. Gall: „Mit der Verleihung des Verkehrspräventionspreises werden in Freiburg außerdem Projekte ausgezeichnet, die sich in beispielhafter Weise dem Thema Verkehrssicherheit widmen.“ Diese ehrenamtlichen Projekte entstünden häufig aus eigener leidvoller Erfahrung und sollen zum Nachahmen anregen.

Einer der Preisträger habe sich beispielsweise der besonders unfallgefährdeten Zielgruppe der Jungen Fahrer angenommen. Besonders schlimm sei gewesen, dass sich während der Planungsphase mehrere tragische Verkehrsunfälle mit insgesamt sechs tödlich verunglückten jungen Menschen ereignet hätten. Die Initiatoren und Verantwortlichen hätten die Betroffenheit der Schüler als zusätzliche Aufforderung „hier mehr tun zu müssen!“ verstanden und hätten die Schülerinnen und Schüler durch viele Gespräche eng in die Projektplanung eingebunden. „Es ist tragisch, dass diese jungen Menschen ihr Leben verloren haben. Doch die Art und Weise, wie die Projektverantwortlichen mit dieser Tragödie umgegangen sind, war vorbildlich. Wenn das Projekt es geschafft hat, dass die beteiligten jungen Menschen im Straßenverkehr künftig achtsamer sind, ist ein großer Schritt getan. Ich wünsche mir sehr viele Nachahmer für dieses Projekt“, so der Innenminister.

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